Gemeinde ist auf Kurs

Schutzschirmziel wird in Herleshausen derzeit eingehalten

Neuer Beigeordneter: Hubertus Schmelzer (Mitte) bei der Übergabe der Urkunde durch den Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Manfred Kraus (links), und Bürgermeister Burkhard Scheld. Foto: Spanel

Herleshausen. Die Sommerpause ist vorbei, und die Gemeindevertreter Herleshausens sind wieder mittendrin im politischen Geschehen: Während ihrer Sitzung am Dienstagabend im Dorfgemeinschaftshaus von Unhausen stand unter anderem der Haushaltsvollzug des laufenden Jahres auf der Agenda.

Neu in den Reihen der Beigeordneten und damit maßgeblich für die Geschicke der Gemeinde verantwortlich ist seit Dienstagabend der Willershäuser Hubertus Schmelzer. Der SPD-Politiker rückte für Bernhilde Heuckeroth nach, die ihr Amt im Gemeindevorstand aus gesundheitlichen Gründen niederlegen musste.

Haushalt auf gutem Weg

Eine positive Nachricht –wenn auch unter Vorbehalt – überbrachte Herleshausens Bürgermeister Burkhard Scheld den versammelten Gemeindevertretern während seines Zwischenberichts zum laufenden Haushaltsvollzug. Demnach, so Scheld, bewegten sich sowohl die Erträge als auch die Aufwendungen der Gemeinde „im normalen Rahmen“. Das wiederum bedeute, dass Herleshausen den Abbaupfad des Schutzschirms einhalten könne. „Allerdings“, mahnte Scheld, „gestaltet sich die zweite Jahreshälfte erfahrungsgemäß schwieriger“. In den zurückliegenden Jahren hätten erst die Informationen, die im Monat September eingegangen sind, über Wohl und Wehe der Schutzschirm-Strategie entschieden.

Eine definitive Aussage darüber, ob der Abbaupfad wie im vergangenen Jahr eingehalten werden könne, sei frühestens Ende Oktober möglich.

Deutlich unangenehmer gestaltete sich die Debatte zum möglichen Bau einer Tank- und Rastanlage an der Autobahn 4. Obwohl selbige seit mehreren Jahren im Gespräch ist, sei bislang kaum Bewegung in das Projekt gekommen, beklagte Walter Göpel von der WSRG-Fraktion.

Weil die Möglichkeiten der Gemeinde mittlerweile ausgeschöpft seien, sollen nun nach dem erklärten Willen der Herleshäuser Kommunalpolitiker die Landtags- und Bundestagsabgeordneten bemüht werden. „Es muss etwas passieren“, sagte Göpel. Bürgermeister Scheld wurde damit betraut, einen gemeinsamen Vor-Ort-Termin zu organisieren.

WEGE soll aufgelöst werden

Einstimmig haben die Gemeindevertreter ihre Zustimmung zur Auflösung der Werra Energie- und Umweltgesellschaft (WEGE) gegeben. Gemeinsam mit dem Landkreis und den übrigen Gesellschafter-Kommunen soll nun die Umstrukturierung der drei Gesellschaften WFG, WTMG und WEGE in Angriff genommen werden.

Von Emily Spanel

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