Gestüt Altefeld wird in Vereinigung der 30 europäischen Staatsgestüte aufgenommen

+
Idylische Kulisse: Die Pferde auf Gestüt Altefeld haben genug Auslauf und Ruhezonen. Foto: Möller

Altefeld. Die Bestrebungen von Manfred Graf und seiner Gattin Doris, das Gestüt Altefeld in seiner Gesamtheit nicht nur zu erhalten und zu fördern, sondern auch der Pferdezucht auf den Höhen des Ringgaus neue Impulse zu verleihen, hat nicht nur die Zuchtverbände in Deutschland aufhorchen lassen. Demnächst wird Altefeld europäisches Staatsgestüt.

Die Vereinigung der europäischen Staatsgestüte (ESSA) plant am 4. und 5. Juli anlässlich des Festivals der europäischen Gestütskultur in Deutschlands ältestem Staatsgestüt, Marbach am Neckar, Manfred Graf und sein Lebenswerk in den erlauchten Kreis der knapp über 30 Staatsgestüte in Europa aufzunehmen. Gestüt Altefeld wird dann das erste private Gestüt im Verbund der ESSA sein.

Fünf deutsche Gestüte

„Für uns ist es Ansporn und Herausforderung zugleich, neben Marbach, Dillenburg, Neustadt/Dosse und Redefin die fünfte Gestütsanlage in Deutschland zu sein, die der ESSA angehört“, sagt Manfred Graf, blickt mit ein klein wenig Stolz auf den Juli, wenn anlässlich des 500. Jubiläums des Haupt- und Landgestüts Marbach die Aufnahme in das ESSA-Netzwerk - ihm gehören über 30 der renommiertesten Pferdezuchtstätten Europas an - von Altefeld offiziell beurkundet wird.

Doch nicht nur die Aufnahme in die ESSA steht in Marbach an. Manfred Graf wird ein Redner des Symposiums „European Stud Culture“ sein, wo er den Delegierten aus Europa die preußische Gestüts-Kultur näherbringen wird.

„25 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wächst Europa zusammen und die Leidenschaft für das Pferd verbindet die Menschen über Grenzen hinweg“, sagt Diplom-Ingenieurin Alexandra Lotz, Leiterin des ESSA-Büros und Mitorganisatorin des Internationalen Pfingstturniers in Wiesbaden.

Während eines Besuchs von Gestüt Altefeld lernte sie die Pferdezuchtstätte mit ihren historischen Gebäuden und Stallungen kennen und schätzen.

Kulturhistorische Bedeutung

„Altefeld mit seiner historischen Bausubstanz und seiner gewachsenen Kulturlandschaften gehört zu den Gestüten in Europa mit großer kulturhistorischer Bedeutung. Vor dem Hintergrund sich wandelnder Lebensweisen, Wirtschafts- und Sozialstrukturen wurden in den vergangenen Jahrzehnten viele dieser einzigartigen Institutionen aufgelöst, zweckentfremdet oder stark eingeschränkt“, sagt die Leiterin des ESSA-Büros, die Ende Mai erneut in Altefeld erwartet wird.

Kommentare