Ein Heimatbesuch zur Kirmes

Oscar-Preisträger Wilutzky sieht Festumzug in seinem Geburtsort Herleshausen

Mit Schirm und Smartphone zum Kirmesumzug: Oscar-Preisträger Dirk Wilutzky stand für ein Foto zur Verfügung. Foto: Helmut Schmidt/nh

Herleshausen. Wirklich damit gerechnet hatte wohl niemand, und doch war er da: Dirk Wilutzky, im Februar als Produzent des Dokumentarfilms „Citizenfour“ mit dem Oscar ausgezeichnet, erwies seinem Geburtsort Herleshausen die Ehre und verfolgte am Sonntag den Kirmesumzug der Gemeinde.

Vom Garten seiner Familie aus bestaunte Wilutzky die aufwändig dekorierten Wagen und die Fußgruppen, die durch die Goldbachstraße zogen. Seinem Kino-Triumph zu Ehren hatten sich die Teilnehmer kreativ mit dem Motto „Hollywood: Herleshausen feiert seinen Oscar“ auseinandergesetzt. „Einfach toll, was die Herleshäuser hier auf die Beine gestellt haben“, sagte Wilutzky, der fleißig Fotos schoss, während die Festgesellschaft an ihm vorbeizog.

Ihr Sohn habe eigens seine Reise nach Berlin unterbrochen, um den Umzug zu sehen, sagte Sieglinde Wilutzky. „Das Thema, dass die Kirmesburschen und -mädchen unabhängig von dem Besuch meines Sohnes gewählt haben, habe ich ihm am Telefon verraten – und das war Anlass genug für den kurzen Abstecher in die Heimat“, so die stolze Mutter.

Entdeckt hat Wilutzky, der sich abseits vom Festtrubel der Kirmes gehalten hatte, sein Nachbar und Freund Helmut Schmidt. Der war als Vorsitzender des Werratal- Zweigvereins Südringgau selbst Teilnehmer des Festumzuges. „Unser Wagen hatte passenderweise den lebensgroßen Oscar zu bieten“, sagt Schmidt mit einem Lächeln.

 

Von Emily Spanel

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