Herleshausen gibt Antrag für Schutzschirm ab

Herleshausen. Herleshausens Bürgermeister Helmut Schmidt hat gestern den Antrag auf Teilnahme am kommunalen Schutzschirm eingereicht. Darin verpflichtet sich die Gemeinde, bis 2020 pro Jahr und Einwohner 54,33 Euro zu sparen - falls das Land auf dieses Angebot eingeht und Herleshausen Ende des Jahres auch endgültig unterschreibt.

Am vergangenen Donnerstag hatte die gemeindeeigene Schutzschirmkommission nochmals intensiv getagt, um den ursprünglich errechneten Sparbetrag von 15 Euro noch mal erhöhen zu können. Mit einbezogen in die jüngsten Rechnungen des Kämmerers Herbert Morgenthal sind die geplante Erhöhung von Grund- und Gewerbesteuern um je zehn Prozentpunkte sowie leichte Reduzierungen bei den freiwilligen Leistungen, zu denen beispielsweise Spielplätze, Dorfgemeinschaftshäuser und das Hallenbad gehören. Einkalkuliert ist auch die erwartete Erhöhung bei der Kreisumlage. Noch nicht geflossen, aber auch schon berücksichtigt sind Erstattungen vom Bund für höhere Standards in den Kindergärten in Höhe von 30 000 Euro sowie jene Einnahmen, die aus den geplanten Windkraftanlagen generiert werden sollen. „Es ist riskant“, sagt Schmidt, verweist aber auch auf die ausführlichen Begründungen, die er dazu geschrieben hat. „Mehr geht beim besten Willen nicht“, so Schmidt. (bet)

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