CDU-Kreistagsfraktion besichtigt Grenzmuseum

„Herleshausen kann stolz sein“

Besuchte das Spätheimkehrermuseum in Herleshausen: die CDU-Kreistagsfraktion. Foto: privat/nh

Herleshausen. Die Gemeinde Herleshausen ist seit einem Jahr um eine Attraktion reicher: Davon konnte sich jetzt die CDU-Kreistagsfraktion im Zuge ihrer Sommerreise überzeugen. Der am 13. Juni 2015 gegründete Verein „GrenzBahnhof für Zeitgeschichte Herleshausen“ versteht sich als Ort der lebendigen Erinnerungskultur, der an die Geschehnisse und Verbrechen des Zweiten Weltkrieges sowie die Nachkriegsgeschichte unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Teilung erinnert.

Der Gemeinde Herleshausen kommt eine besondere Bedeutung als ehemaliger Grenzübergang zu. Hierbei spielt das Bahnhofsgelände eine zentrale Rolle. Hier wurden auf Initiative des damaligen Bundeskanzlers Konrad Adenauer zwischen dem 12. Oktober 1955 und dem 16. Januar 1956 mehr als 8000 Spätheimkehrer von der Sowjetunion an die damalige BRD übergeben. Interessante Ausstellungsstücke, Bilder, Skizzen, Gemälde, Literatur und Filmbeiträge verdeutlichen das Schicksal der Kriegsgefangenen und Spätheimkehrer.

„Ein wichtiger Augenblick deutscher Geschichte hat sich hier zugetragen“, waren sich die Vertreter der Fraktion einig. Die Gemeinde Herleshausen könne stolz auf die private Initiative des neu gegründeten Vereins sein. „Hier entsteht ein echtes Alleinstellungsmerkmal, welches sicherlich noch viele Besucher nach Herleshausen führen wird“, so der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Wilhelm Gebhard. Auch Michael Dölle, ebenfalls Mitglied der Kreistagsfraktion, sieht das Museum als hervorragende Praxisergänzung zu den theoretischen Unterrichtseinheiten.

Fraktionsvorsitzender Uwe Brückmann bedankte sich im Anschluss an die Führung bei den beiden Vorstandsmitgliedern, Dieter Heuckeroth und Kristina Bayer, und überreichte eine spontan gesammelte Spende. (red/esp)

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