Drei Kommunalpolitiker nehmen ihr Mandat nicht an

Vorwurf Wählertäuschung: SPD-Fraktion wehrt sich

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Herleshausen. Gleich drei gewählte Gemeindevertreter der Herleshäuser SPD-Fraktion werden ihr Mandat nicht annehmen.

Insgesamt hatten der Spitzenkandidat, Bürgermeister Burkhard Scheld (parteilos), Hans-Jürgen Rauschenberg sowie Stephan Adam bei der Kommunalwahl mit zusammen 2495 Stimmen die mit Abstand meisten Wähler von sich überzeugen können.

„Diese Stimmen sind nun alle dahin“, sagte Erich Möller, Vorsitzender der CDU-Fraktion, während der konstituierenden Sitzung am Donnerstagabend im Sitzungssaal des Gemeinschaftshauses Herleshausen. Den immer lauter werdenden Vorwurf der bewussten Wählertäuschung aber will sich die SPD-Fraktion nicht gefallen lassen: Schließlich sei es schon im Vorfeld der Wahl nie eine Option gewesen, dass der amtierende Bürgermeister sein Mandat auch annehme.

Anders, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Peter Biehl, sehe es im Fall Hans-Jürgen Rauschenberg aus. Dieser habe sein Mandat erst nach der Wahl „aus persönlichen Gründen“ niedergelegt. Maßgeblich zu dieser Entscheidung beigetragen haben soll ein massiv diffamierendes Schreiben einer anonymen Gruppe, das auch der Werra-Rundschau vorliegt.

Eine in der Gemeinde einmalige Entscheidung liegt dem Mandatsverzicht Stephan Adams zugrunde: Obwohl er das Ehrenamt gern angenommen hätte, darf er es nicht ausüben.

Von Emily Spanel

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