Marcel Heid ist neuer Direktor auf Hohenhaus

Neue Geschäftsführung: Valentin Resetarits (rechts) stellt Marcel Heid (links) als seinen Nachfolger als Direktor von Hotel Hohenhaus vor. Foto: Sagawe

Holzhausen. „Ich wollte die Stelle unbedingt“, sagt Marcel Heid. Als der heute 30-Jährige Ende 2014 erfuhr, dass Hohenhaus einen neuen Direktor sucht, fuhr er kurzerhand nach Holzhausen und stellte sich Valentin Resetarits, der die Geschäftsführung des Hauses für einen Übergangszeitraum übernommen hatte, vor: „Ich will hier Direktor werden.“

Ungläubigem Staunen folgte ein erstes Gespräch, dem einige weitere folgten, bevor die Führungsaufgabe dem Hotelbetriebswirt Heid schließlich auf Empfehlung Resetarits von den Eigentümern des Hotels jetzt übertragen wurde. „Das verdankt Herr Heid nur seiner Beharrlichkeit“, sagt Resetarits. Immer und immer wieder habe der nach dem Stand seiner Bewerbung gefragt. Inzwischen lagen mehr als 70 weitere Bewerbungen vor. Mehrere Kandidaten wurden zu Gesprächen eingeladen. Die Stelle bekam Heid.

Marcel Heid, in Kassel geboren und aufgewachsen, lebte einige Jahre in Waldkappel. Mit seiner Familie war er Gast auf Hohenhaus – die ersten Kontakte zu dem Haus mit der exzellenten Küche und der idyllischen Lage inmitten herrlicher Natur waren geknüpft. „Es war immer mein Traum, hier zu arbeiten“, sagt Heid.

Der Hotelfachmann ist viel herumgekommen, hat in Kassel gelernt, war in einem Sterne-Restaurant in Zürich, Chefsommelier im Kronenschlösschen im Rheingau und zuletzt Direktor im Schlössl Oberottersbach. Resetarits hat ihn dort besucht, sich davon überzeugt, dass er in einem Haus mit Hohenhaus ähnlicher Struktur einen Stil pflegt, der auch in dem Hotel in Holzhausen gefragt ist. „Das passte“, fand Resetarits.

Heid wurde unter die drei besten deutschen Sommeliers gewählt. Wein ist seine Leidenschaft. Er liebt den deutschen Riesling und Rotweine aus Kalifornien. Er hat schon einiges von der Welt gesehen, war viel in Asien unterwegs. Demnächst steht der schwarze Kontinent auf dem Programm: Südafrika und Tansania. Natürlich reist ein Hoteldirektor stets mit dem Blick des Fachmanns und dem Wunsch, etwas für den eigenen Betrieb mitnehmen zu können.

Für Hohenhaus hat der neue Mann an der Hotelspitze fest definierte Ziele: die Küche muss moderner werden. Damit meint Heid nicht die Ans,chaffung neuen Equipments sondern das Kochergebnis. Der verlorengegangene Michelin-Stern soll zurückerobert werden. Bei aller Modernisierung will er Tradition bewahren. „Hohenhaus ist bekannt für seine Servicekultur“, sagt Heid, „darauf bauen wir auf.“

Valentin Resetarits wird sich nach knapp zwei Jahren als Hoteldirektor aus dem Tagesgeschäft zurückziehen, aber weiter beratend zur Verfügung stehen.

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