Ein klangvoll-festlicher Mozart

Junger Chor triumphiert mit mitreißender Interpretation

Überzeugte mit dem Programm: der Junge Chor Herleshausen. Foto:  Pujiula

Herleshausen. Es war als Festkonzert angekündigt – und die Burgkirche einschließlich der Empore war an diesem Sonntagabend festlich voll.

Nach langen, intensiven Proben hatte der Junge Chor Herleshausen unter der Leitung von Beate Bussas ein anspruchsvolles Programm vorbereitet. Und der donnernde Schlussapplaus zeigte, wie zufrieden die gesamte Hörgemeinde war.

Nach fünf kurzen Chorstücken, darunter die herrlichen Madrigale „Rest, sweet Nymphes“ des englischen Renaissancemeisters Francis Pilkington und „Drei schöne Dinge fein“ von Daniel Friderici wurde erstmal ein Stück barocker Tafelmusik delikat gespielt, eine Sonate für Streicher und basso continuo von Händel.

Und dann kam die Hauptattraktion des Abends, die Missa solemnis KV 337 von Mozart. Der Salzburger Meister war 24 Jahre alt, als er diese Messe komponierte, die seine letzte vollständige Messe sein sollte – ein festliches, teils triumphales, teils einfühlsames Werk für einen großen Interpretenapparat: Chor, Orchester und Vokalsolisten – eine echte Herausforderung für den Jungen Chor, der unter der ausgezeichneten Leitung von Beate Bussas mit einer schönstimmigen, ausdrucksstarken, in allen Stimmlagen glücklichen Interpretation aufwartete. Und auch die Vokalsolopassagen, die alle von Mitgliedern des Jungen Chors besetzt waren, wurden schön gesungen.

Das Orchester, das in diesem Stück eine tragende Rolle hat, bestand aus bekannten Musikern aus Eschwege (darunter Peter Worm und Jürgen Roßberg) und Eisenach und setzte mit festlichem Klang wundervolle Akzente. Ein voller Erfolg für den Jungen Chor und speziell für Beate Bussas, die vor einigen Jahren als würdige Nachfolgerin vom Chorgründer Lars Schmelzer (der an diesem Abend als Trompeter mitwirkte) den Chor übernahm. Nach den stehenden Ovationen für Chor und Orchester gab es eine Zugabe: Der Schluss der Messe, „Dona nobis pacem“, wurde wiederholt.

Von Francisco Pujiula

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