Heimatwettbewerb des ADAC und Automobilclubs Eschwege

Mit offenen Augen durch Herleshausen

Versteigert: Der Bahnhof Herleshausen ist nicht mehr in der Hand der Bundesbahn. Was damit passiert, ist noch offen.

Herleshausen. Ohne Hektik schöne Ziele in der eigenen Heimat entdecken - das ist Ziel des Heimatwettbewerbs des ADAC Hessen-Thüringen und des Eschweger Automobilclubs. In diesem Jahr zum 21. Mal. Schwerpunkt bilden erneut die Elisabethenkirchen, diesmal rund um Herleshausen. Horst Viereck, Fahrtleiter für Touristikveranstaltungen im Automobilclub, hat die Route zusammengestellt.

Insgesamt zwölf normale Stationen und fünf Sonderstationen hat er zu einer Route zusammengefügt. „Es geht mir darum, eine Region vorzustellen und auch Einheimische mal wieder dazu zu bringen, von ihrem täglichen Weg mal nach links und rechts zu blicken“, so der 79-jährige Pensionär. Die eigene Heimat wieder bewusst wahrnehmen.

Wer alles richtig macht, erhält eine Heimatplakette

In Privatbesitz: Kanonen zieren den Außenbereich von Schloss Augustenau. Am Eingang steht die Antwort auf die Fragen.

Dabei ist es völlig egal, wann und wie die Wettbewerbsteilnehmer die einzelnen Stationen ansteuern - ob zu Fuß, auf einem PS oder zwei Rädern oder mit dem Auto. Auch die Reihenfolge ist egal. Fest steht nur: Lediglich wer wirklich vor Ort war, kann die Fragen, die Viereck sich ausgedacht hat, beantworten. Am Ende winkt jenen, die mehr als 125 Punkte erreichen, eine Heimatplakette mit dem Motiv der Herleshäuser Burgkirche.

Die Teilnahme kostet 13 Euro, mit Sonderwertung 18,50 Euro. Mannschaften zahlen 15 Euro. Wer einfach nur so mitmachen möchte zahlt für das Heft, in dem die Route beschrieben wird und die Fragen zu finden sind, fünf Euro. „Wir verdienen daran nichts, das sind jeweils die Selbstkostenpreise“, sagt Viereck, der derzeit schon an der Route für das kommende Jahr arbeitet. Die Fotos in dem Anleitungsheft hat er alle selbst geschossen. „Es macht mir Spaß, für andere Menschen einen schönen Ausflug zusammenzustellen“, sagt er.

Herleshausen ist mit sieben Zielpunkten am stärksten vertreten, mit dabei sind aber auch Lüderbach und Willershausen. Auch Geschichtliches lässt Viereck nicht außer Acht. „Beim Herleshäuser Bahnhof geht es natürlich auch um die Rückkehrer, am grünen Band um die ehemalige innerdeutsche Grenze“, so der Heimatkundler. So hat er zu jeder Station auch Informationen hinzugefügt. Das Schloss Augustenau in Herleshausen ist genauso vertreten wie die Burgkirche und der Partnerschaftsplatz, der der Freundschaft mit Cléder gewidmet ist. Auch Brücken rückt Viereck in den Fokus. Zu jeder Station gibt er Parktipps und mögliche Verbindungen zu anderen Stationen. So kann sich jeder seine Route selbst einteilen. Die Abschlussveranstaltung mit allen Teilnehmern findet am Samstag, 26. Oktober, ab 19 Uhr im Gasthaus Rost in Niddawitzhausen statt.

Von Stefanie Müller

Kommentare