Gemeinde Herleshausen und Firma Petrasch einigen sich nach fünf Stunden Mediation

Rechtsstreit um Feldweg ist beigelegt

Aufreger im vergangenen Jahr: Der weggebaggerte Feldweg bei Wommen. Nun haben sich die Parteien geeinigt. Archivfoto: Spanel

Herleshausen. Im Fall des weggebaggerten Feldwegs nahe des Steinbruchs zwischen den Herleshäuser Ortsteilen Wommen und Breitzbach (wir berichteten) haben die Gemeinde, vertreten durch Bürgermeister Burkhard Scheld, und die Sontraer Firma Petrasch nun eine Einigung erzielt.

Vorausgegangen war ein fünfstündiges Mediationsgespräch vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel. Daran beteiligt war auch ein Vertreter der Firma Beisheim aus Bebra.

„Beide Unternehmen wollen künftig in friedlicher Nachbarschaft ihre Gewinnvorhaben umsetzen“, heißt es nun in einer gemeinsamen Presseerklärung. Die Firma Beisheim hatte im Vorjahr ein Gebiet erworben, das direkt an das der Firma Petrasch angrenzt – in der Absicht, dort ebenfalls einen Steinbruch zu betreiben. In unmittelbarer Nähe soll künftig eine Autobahn gebaut werden. Voraussetzung für die Einigung war laut Erklärung „die Verständigung über die Organisation der Zufahrten zum jeweiligen Kalksteinbruch“.

Zusätzliche Abgeltung 

Die betreffende Teilfläche des weggebaggerten Feldweges sowie weitere Flächen wird die Firma Petrasch nun von der Gemeinde Herleshausen erwerben. Außerdem erhält die Gemeinde für den zusätzlichen Arbeitsaufwand eine pauschale Abgeltung von dem Sontraer Unternehmen. Konkrete Summen werden in der gemeinsamen Presseerklärung ausgespart.

Um die zukünftige Nutzung der Wege zweifelsfrei zu regeln, soll nun eine neue „und an die Bedürfnisse beider Unternehmen abgestimmte“ Nutzungsvereinbarung mit der Gemeinde Herleshausen geschlossen werden. Die Gemeindevertreter Herleshausens haben dem Vergleich bereits zugestimmt.

Von Emily Spanel

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