Herleshäuser Bürgermeister kämpft für Weiterbestehen der Anschlussstelle Wommen

Scheld: Ausfahrt erhalten

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Vorarbeiten zum Tunnelanstich bei Küchen: Heute startet Wirtschaftsminister Florian Rentsch die Bauarbeiten für das 1,3 Kilometer lange Bauwerk offiziell.

Herleshausen. Herleshausens Bürgermeister Burkhard Scheld setzt sich dafür ein, die Autobahnauffahrt Wommen zu erhalten. „Ich fürchte, wir bekommen in Herleshausen und Wommen mehr Durchfahrtsverkehr, wenn die Auffahrt geschlossen wird“, sagte er.

Herleshausens Bürgermeister Burkhard Scheld.

Denn alle Autofahrer, die jetzt auf der Bundesstraße 400 aus Richtung Ulfen kämen, müssten sich bis zur nächsten Auffahrt in Herleshausen mühsam durch die Orte quälen.

„Wegen der Engpässe in Herleshausen brauchten wir nicht noch mehr Verkehr, sondern weniger“, sagte Scheld. Auch für Rettungskräfte, die im Notfall schnellen Zugang zu Autobahn brauchten, sei der Erhalt der bestehenden Auffahrt sinnvoll.

Die Autobahnplaner hätten ihm gegenüber jedoch signalisiert, dass die Auffahrt Wommen zugunsten des neuen Autobahndreiecks geschlossen werden müsse, da beide Auffahrten zu dicht beieinander lägen. Nach den bisherigen Planungen werden die bestehende Auffahrt und das künftige Dreieck lediglich durch die Autobahnbrücke bei Wommen getrennt.

Scheld sagte „einen intensiver Kampf“ um den Erhalt der Auffahrt voraus, da es neben den Sicherheitsaspekten, die die Autobahnplaner anführten, auch um die Kostenfrage gehe, denn die Auffahrt müsse ja auch weiterhin unterhalten werden.

Für das sechs Kilometer lange Teilstück der A 44 herrscht ab Mitte nächster Woche Baurecht. Auch an anderen Abschnitten der Trasse geht es in diesem Jahr sichtbar voran:

• Heute sticht der hessische Wirtschaftsminister Florian Rentsch den Tunnel Küchen bei Waldkappel an und eröffnet die seit November laufenden Bauarbeiten damit auch offiziell.

• Am 13. März verhandelt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eine Klage der Naturschutzorganisation BUND, die den Bau des Abschnittes zwischen Bischhausen und Oetmannshausen stoppen will.

• Noch im Frühjahr sollen die Bauarbeiten am westlich von Hessisch Lichtenau gelegenen 4,2 Kilometer langen Tunnel Hirschhagen beginnen.

• Für Herbst ist die Freigabe des 2,3 Kilometer langen Abschnittes nördlich von Hessisch Lichtenau vorgesehen, der an das einzige bisher in Betrieb befindliche Teilstück bei Walburg anschließt.

Die komplette Verbindung zwischen Kassel und Wommen mit eine Länge von knapp 70 Kilometern soll den Angaben von Wirtschaftsminister Rentsch zufolge im Jahr 2020 fertiggestellt sein.

Von Dieter Salzmann

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