Schutz vor falschen Enkeln

Gudrun Rosin ist Sicherheitsbeauftragte für Senioren

Freut sich auf ihre neue Aufgabe: Gudrun Rosin ist die Sicherheitsberaterin für Senioren (SfS) in der Gemeinde Herleshausen. Die 59-Jährige hat bereits eine einwöchige Intensivschulung in der Polizeidirektion Eschwege hinter sich; eine Nachfolgeschulung wird sie im Herbst besuchen. Die Herleshäuserin hofft nun auf eine hohe Resonanz. Foto: Spanel

Herleshausen. Gudrun Rosin ist ab sofort im Einsatz für die Senioren der Gemeinde Herleshausen.

Die 59-Jährige ist nun als speziell geschulte Sicherheitsberaterin die erste Anlaufstelle in Sachen Kriminalitätsverhütung und Sicherheit im Straßenverkehr. „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe“, sagt die Herleshäuserin.

Vom sogenannten Enkeltrick über Wohnungseinbrüche, zwielichtige Haustürgeschäfte und dubiose Kaffeefahrten – Rosin will Aufklärung leisten, den Senioren beratend zur Seite stehen und auf Gefahren, die mit zunehmendem Alter im Straßenverkehr lauern, hinweisen. „Selbstverständlich ist dieses Angebot kostenlos“, sagt Rosin.

Angehörige angesprochen

„Die Tricks der Betrüger sind so perfide, dass jeder zum Opfer werden kann“, sagt Rosin. Deshalb wolle sie auch die Angehörigen der Senioren sowie das Pflegepersonal der drei Herleshäuser Altenheime ansprechen. Generell, so die in der Gemeinde gut vernetzte Rosin, sei die Hemmschwelle, sich einer Sicherheitsberaterin anzuvertrauen, geringer als die Polizei zu kontaktieren.

„Gudrun Rosin ist eine wichtige Schnittstelle in der Bekämpfung von Kriminalität“, sagt Herleshausens Bürgermeister Burkhard Scheld. Mit großen Informationsveranstaltungen sowie Einzelberatungen, die auf Wunsch auch möglich seien, könne eine Vielzahl der älteren Menschen erreicht werden. Die 59-Jährige sei die Idealbesetzung für den Posten, da sie ohnehin eine Affinität zum Thema habe. „Mein Mann hat als Polizeihauptkommissar in Frankfurt am Main gearbeitet; die Strukturen sind mir also nicht fremd“, sagt Rosin. Zudem habe sie einen guten Draht zu älteren Menschen und freue sich auf die Zusammenarbeit.

•  Zu einer ersten Informationsveranstaltung lädt Sicherheitsberaterin Gudrun Rosin für Dienstag, 31. Mai, ab 19 Uhr in den Herleshäuser Sitzungssaal, Bahnhofstraße 15, ein. Bei dieser Gelegenheit werden auch Telefonnummern für Einzelberatungen ausgetauscht.

Ehrenamtliche in 13 Kommunen tätig

Im Werra-Meißner-Kreis haben sich im April insgesamt 28 Sicherheitsberater für Senioren von der Polizei ausbilden lassen. Damit sind die ehrenamtlichen Helfer nun in 13 von 16 Kommunen tätig. Wegen der hohen Teilnehmerzahl wurde neben einer Vormittags- auch eine Nachmittagsveranstaltung in der Polizeidirektion in Eschwege angeboten. Fachkundig geschult wurden die Ehrenamtlichen unter anderem in den Bereichen Kriminal- und Verkehrsprävention, interkulturelle Kompetenz, Verbrechen im Internet und den neuen Medien sowie Sicherheit im Alltag. Als Ansprechpartner für die Sicherheitsberater werden künftig Ulrike Mathias vom Seniorenbüro Werra-Meißner und Jörg Künstler von der Polizeidirektion Werra-Meißner fungieren.

Von Emily Spanel

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