Gedenken an den Mauerfall

Sechs Europaminister treffen sich im Werratal

Herleshausen. Die Werra-Region wird in den kommenden zwei Tagen nicht nur geografisch sondern auch politisch im Mittelpunkt Europas stehen. In Herleshausen und Philippsthal treffen sich heute und morgen die für Europa zuständigen Minister, um des Mauerfalls vor 25 Jahren zu Gedenken.

„Es ist mir eine Herzensangelegenheit, in meiner Heimatregion an den Mauerfall zu erinnern“, sagt Europa-Staatsminister Michael Roth, der Gastgeber der Veranstaltungen ist. Es gebe zwar viele Festakte in Berlin und Ost-Europa, die an die politische Wende erinnern, aber nur wenige entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. „Wir wollen daran erinnern, dass die europäische Teilung mitten durch unsere Region ging“, sagt Roth. Die Feierlichkeiten beginnen am heutigen Freitag mit einem Treffen des so genannten Weimarer Dreiecks (Polen, Frankreich und Deutschland) im Hotel Hohenhaus in Herleshausen. „Diese regelmäßigen Konsultationen auf Ministerebene bringen Europa substanziell voran“, erklärt Roth. Gerade vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise in der vor allem Polen eine klare Haltung Europas verlangt, seien diese Treffen sehr wichtig. Die Teilnehmer des Treffens werden heute eine gemeinsame Erklärung verabschieden, in der die deutsche Einheit und die damit verbundene enge Zusammenarbeit der europäischen Staaten mit Blick auf die gegenwärtigen Krisenherde gewürdigt werden soll. Am Samstag findet ein öffentlicher Festakt in Philippsthal statt, der um zwei Staatsminister der Visegrád-Gruppe, Ungarn und Slowakei, erweitert wird. Auch Willi Müller, der ehemalige Bürgermeister der Grenzgemeinde Wildeck, sowie die Bürgermeister Ralf Orth aus Philippsthal und Martin Müller aus Vacha nehmen teil. Von Kai A. Struthoff

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