Bürger medizinisch besser versorgen

Sontra, Herleshausen und Nentershausen starten Gesundheitsnetz

Werra-Meißner. Die Stadt Sontra sowie die beiden Gemeinden Herleshausen und Nentershausen (Kreis Hersfeld-Rotenburg) rücken bei der Gesundheitsversorgung ihrer Bürger näher zusammen.

Die drei Kommunen erhalten vom Land Hessen eine Fördersumme von 130.000 Euro, um ein regionales Gesundheitsnetz aufzubauen. Noch einmal dieselbe Summe steuern die Kommunen selbst dazu bei.

„Das Modell soll ein Vorzeigeprojekt des Landes Hessen und beispielgebend für weitere Regionen werden“, sagte Stefan Reuß, Landrat des Werra-Meißner-Kreises, bei der Vorstellung des regionalen Gesundheitsnetzes am Dienstagmittag im Eschweger Landgrafenschloss. Ziel sei es, die flächendeckende medizinische Versorgung langfristig zu sichern. „Der Werra-Meißner-Kreis unterstützt dieses Vorhaben“, sagte Reuß.

„Das Gesundheitszentrum ist keinesfalls als reines Ärztehaus konzipiert“, sagte Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt, Vorsitzender des Zweckverbands Interkommunale Zusammenarbeit. Vielmehr sollen künftig verschiedene Leistungsbereiche – wie etwa Sanitätshäuser, Pflegedienste und Senioren-Cafés – unter einem Dach vereint werden. Potenzieller Standort eines zentralen medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) ist die Stadt Sontra; Herleshausen und Nentershausen sollen als Außenstandorte angedockt werden.

Neben den drei Bürgermeistern Eckhardt, Burkhard Scheld (Herleshausen) und Ralf Hilmes (Nentershausen) sowie den Landräten haben bislang 30 Gesundheitsbetriebe, darunter Apotheken und Pflegezentren, eine Erklärung unterzeichnet, in der sie ihre Mitarbeit am Projekt zusichern. „Bis Ende des Jahres soll mit allen Akteuren ein Kooperations- und Betriebskonzept für das Gesundheitszentrum ausgearbeitet sein“, sagte Eckhardt. Im kommenden Jahr solle sich dann eine Trägerorganisation gründen, um die ersten Standorte des Gesundheitsnetzes in Betrieb zu nehmen.

Von Emily Spanel 

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