Mark Kolkowsky macht ein schulbegleitendes Praktikum auf Gestüt Altefeld

Viel Spaß auf der Koppel

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Der Spaß kommt nicht zu kurz: Als Belohnung für seinen Tatkräftigen Einsatz auf dem Gestüt von Manfred Graf, darf Praktikant Mark Kalkowsky auch mit Lindbergh ausreiten.

Altefeld. Vielseitig und abwechslungsreich, so gestaltet sich derzeit jeden Mittwoch der Tag für Mark Kalkowsky aus Eschwege. Der Schüler der Anne-Frank-Schule Eschwege absolviert auf Gestüt Altefeld ein mehrmonatiges Betriebspraktikum.

An der Seite von Pferde-Wirtschaftsmeisterin Katrin Bangert und Gestütsbesitzer Manfred Graf stehen für den 15-Jährigen die Erfahrung im Umgang und in der Versorgung von Pferden, Reitkenntnisse sowie körperliche Fitness auf dem „Stundenplan“.

Kurz vor seinem Hauptschulabschluss stehend und mit Blickrichtung Berufsfachschule hat der bereits in jungen Jahren vom Leben gekennzeichnete Mark Kolkowsky zwar noch keinen festen Berufswunsch, „doch die Arbeit mit Tieren ist mit Sicherheit eine Perspektive“, blickt er nach vorne.

Wurzeln auf Altefeld

Mit Altefeld fühlt sich der Schüler eng verbunden, liegen doch hier seine Wurzeln, ehe er durch den Tod der Mutter aus seiner heilen Welt gerissen wurde. „Darum war das Praktikum auf Gestüt Altefeld auch ein Ziel für mich. Hier, wo ich geboren und mit Tieren aufgewachsen bin, fühle ich mich wohl und habe Spaß an der Arbeit auf den weitläufigen Koppel und mit den Pferden“, blickt der 15-Jährige auf sein vielschichtiges landwirtschaftliches, auf Pferde ausgerichtetes Arbeitsspektrum. Neben Ställe ausmisten und -kehren stehen auch die individuelle Pferdefütterung, die Futtergewinnung und -beschaffung, das Stall- und Weidemanagement sowie das Bewegen der Pferde an der Longe und beim Reiten auf dem Programm. „Die Pflege, die Erziehung und die artgerechte Haltung von Pferden sind wichtige Kriterien auf Gestüt Altefeld“, sagt Mark Kolkowsky.

Der sich über ein halbes Jahr hinziehende Praxistag soll den Jugendlichen die Erkenntnis vermitteln, das Schule und Berufsleben in einem engen Miteinander stehen und den Schülern einen Bezug zur Arbeitswelt verschaffen. „Wir vermitteln ihnen im Unterricht die nötige Theorie, das Praktikum gibt ihnen ein Einblick in die Praxis“, erläutert Klassenlehrerin Katrin Keller und führt an, dass das Schülerpraktikum eine wichtige Hilfe auf dem Weg zur Berufsfindung ist. Für Mark Kalkowsky, der in der Kreisstadt in der Familie Sachtleben ein neues zuhause gefunden, weckt der Tag auf Gestüt Altefeld jedes Mal aufs neue Erinnerungen, die zu jeder Zeit faszinierende Landschaft auf den Höhen des Ringgaus in Verbindung mit den weitläufigen Koppeln für die Pferde die den Tierfreund von Kindesbeinen an in seinen Bann ziehen.

Ausritt zur Belohnung

Für in Erinnerungen schwelgen bleibt jedoch nur wenig Zeit. „Klare und deutliche Ansagen von Katrin Bangert erinnern mich immer wieder an meine Pflichten, denen ich mit großer Freude nachgehe. Da ist zum Einen der Spagat zwischen Pferde- und Traktorarbeit, zum Anderen die Pferdepflege, denn striegeln und Hufeauskratzen machen sich nicht von selbst.“ Zur Belohnung wartet für den ambitionierten Reiter dann ein Ausritt, dafür hat der 15-Jährige Altefelds Hauptbeschäler „Lindbergh“ zu seinem Favoriten unter den Vierbeinern auserkoren.

Von Dieter Möller

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