Zweite Heimat im Ehrenamt

VdK-Ortsverband Altefeld-Herleshausen feiert 70-jähriges Bestehen

Geehrte und Ehrengäste: Das 70-jährige Bestehen des VdK-Ortsverbandes Altefeld-Herleshausen wurde an der Jugendbegegnungsstätte Second Home in Herleshausen ausgerichtet. Foto: Möller

Altefeld. Noch bevor der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen auf die sieben Jahrzehnte seines bisherigen Wirkens zurückblickten kann, kam ihm am Sonntag einer der hessenweiten Pioniere zuvor: der VdK-Ortsverband Altefeld-Herleshausen.

Der Vorsitzende Karl-Heinz Sennhenn begrüßte zum Festakt in der Herleshäuser Jugendbegegnungsstätte Second Home den stellvertretenden Landesvorsitzenden Gottfried Schugens, den Bezirksverbandsvorsitzenden Peter Köhler, den Kreisvorsitzenden Heinz-Enno Piégay, den Ehrenvorsitzenden Gerhard Kachel, Bürgermeister Burkhard Scheld und Dieter Tietze vom Ortsverband Nesselröden.

Sennhenn betonte, dass in Altefeld nach dem Zweiten Weltkrieg sehr viele Versehrte und ehemalige Soldaten, die ohne Heimat waren, im Versehrtenheim untergebracht worden waren: „Einige dieser Versehrten sowie Kriegerwitwen haben, bedingt durch ihr Schicksal, 1945 den Ortsverband gegründet und sich wenig später dem Hauptverband in Frankfurt angeschlossen.“ Aus ähnlichen Beweggründen sei in Herleshausen ebenfalls ein Verband gegründet worden.

Gottfried Schugens überbrachte die Glückwünsche des Landesverbandes und stellte heraus, dass der VdK auch für die Kommunen einen nicht unerheblichen Faktor in Sachen sozialer Hilfen darstelle. Schugens und Köhler überreichten die Landesverbandsehrennadel an Helga Eisenträger, Wilhelm Popp und Karl-Heinz Sennhenn.

Heinz-Enno Piégay zeigte den vielschichtigen Weg des VdK vom Verband der Kriegsbeschädigten bis hin zu seinem heutigen Status auf. Vordringlichste Aufgabe ist die Beratung der 1,7 Millionen Mitglieder, davon 132 im Ortsverband Altefeld-Herleshausen. Bürgermeister Burkhard Scheld sah im Second Home eine Parallele zu den Menschen im VdK, die hier ihre zweite Heimat gefunden haben: „70 Jahre ehrenamtliches Engagement und eine Verdoppelung der Mitglieder sind ein Beweis dafür, dass der Verein lebt und sich auch gegenüber der Jugend öffnet.“

Von Dieter Möller

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