Großer Knall: A-44-Tunnel bei Küchen wurde angeschlagen

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Lauter Knall: Mit einer symbolischen Sprengung sind die Bauarbeiten am Tunnel Küchen offiziell eingeläutet worden.

Küchen. Mit einem ohrenbetäubenden Knall ist der A-44-Tunnel bei Küchen am Freitagnachmittag feierlich angeschlagen worden. Die symbolische erste Sprengung ist der offizielle Startschuss für die Bauarbeiten an dem 1350 Meter langen Tunnel.

Der zweiröhrige Straßentunnel mit zwei Nothaltebuchten wird zwischen der Anschlussstelle Hessisch Lichtenau Ost und Hasselbach entstehen.

Zum feierlichen Tunnelanschlag am Ostportal strömten trotz starken Schneefalls einige hundert Menschen. Neben vielen interessierten Bürgern aus Küchen folgten zahlreiche geladene Gäste der Einladung. Burkhard Vieth, Präsident der Straßen- und Verkehrsverwaltung des Landes Hessen Mobil, Staatssekretär Rainer Bomba (CDU) vom Bundesverkehrsministerium, Hessens Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP) und Albrecht Gunzenhauser, Geschäftsführer der bauausführenden Firma Marti GmbH, richteten Grußworte an die Gäste.

Tunnelpatin für den Küchener Tunnel ist Irmgard Braun- Lübcke, die Ehefrau des Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke (CDU). Als irdische Vertreterin der Schutzpatronin Barbara soll sie den Mineuren (Bergleuten) Glück und Schutz während der nicht ungefährlichen Bauarbeiten bringen. Unter den Bergleuten wird der Küchener Tunnel deshalb auch liebevoll Irmgard-Tunnel genannt.

Den traditionellen ökumenischen Segen erhielten die Bauarbeiter ebenfalls. Die beiden Geistlichen, Pfarrerin Iris Hocke und Pfarrer Martin Lerg, segneten den Tunnelbau und sprachen ein Gebet.

Fotos: Startschuss für die Bauarbeiten am A 44-Tunnel bei Küchen

Startschuss für die Bauarbeiten am A 44-Tunnel bei Küchen

In den kommenden Wochen wird Tag und Nacht auf der Baustelle gearbeitet. Die Mineure arbeiten dann in Schichten von täglich zwölf Stunden - und das jeweils zehn Tage am Stück. Insgesamt sollen 420.000 Kubikmeter aus dem Berg gehoben werden. Für die Tunnelröhren werden 70.000 Kubikmeter Beton und 8500 Tonnen Baustahl verbaut. Die Arbeiten erfolgen in bergmännischer Bauweise.

Von Alia Shuhaiber

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