B 27/80: Abbruch der Zusatzspur sorgt für Unmut

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Weniger Sicherheit: Mit dem Beseitigen der Beschleunigungsspur vom Abzweig Unterrieden/ Bebenroth auf die B 27/80 in Richtung Neu-Eichenberg geht auch ein Stück zusätzliche Sicherheit verloren, beklagen Autofahrer. 

Unterrieden. Die Beschleunigungsspur, die vor einigen Jahren an die B 27/80 nordöstlich des Witzenhäuser Stadtteils Unterrieden angebaut wurde, ist jetzt wieder entfernt worden.

Über diese kurze Zusatzspur sollten die schweren Transportfahrzeuge, die von der Baustelle Eisenbahntunnel Bebenroth kamen, das Auffahren auf die Bundesstraße erleichtern, zumal der in Richtung Neu-Eichenberg führende Straßenabschnitt sich erst danach auf eine Doppelspur verbreitert.

Binnen weniger Tage nun wurde der Asphalt entfernt und die Straßenbankette hergerichtet.

Ein HNA-Leser spricht von einem „Schildbürgerstreich erster Güte“. Die kurze, aber effektive Beschleunigungsspur habe sich doch bewährt, kritisiert er den jetzigen Rückbau. Auch Bewohner von Unterrieden, die diesen Ortsausgang befahren, schütteln mit dem Kopf. Damit veschwinde nun ein Stück mehr Sicherheit an dieser früher sehr gefährlichen Einmündung auf die Bundesstraße.

Bürgermeisterin Angela Fischer hätte sich grundsätzlich gut vorstellen können, die Beschleunigungsmöglichkeit beizubehalten, wie sie auf Anfrage sagte. Das Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen Mobil, das den Abriss der ursprünglich extra für die Tunnelarbeiten angelegten Auffahrspur in Auftrag gab, habe der Stadt auch die Übernahme angeboten. Allerdings nur unter der Auflage, dass die Stadt sämtliche Unterhaltung dafür übernimmt.

Das sei in Bezug auf den dann erforderlichen Winterdienst nicht möglich, bedauert Fischer, dass man das Angebot von Hessen Mobil habe ablehnen müssen. Der städtische Winterdienst habe schon jetzt einen engen Zeitplan und es sei anstrengend, alles zeitgerecht zu gewährleisten.

Zudem liege das betreffende Stück am Rande des Stadtgebietes, müsste aber wegen der Bundesstraße sogar vordringlich gestreut beziehungsweise geräumt werden, so die Erläuterungen der Bürgermeisterin. Angela Fischer abschließend: „Das hat leider nicht gepasst.“

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