Tödliche Geisterfahrt auf A 38: Motorradfahrer war 17 Jahre alt

+
Tödliche Geisterfahrt: Der 17 Jahre alte Fahrer des Kleinkraftrades starb noch an der Unfallstelle.

Friedland/Neu-Eichenberg. Nach der tödlichen Geisterfahrt am Sonntagnachmittag auf der Autobahn 38 bei Friedland steht die Identität des Motorradfahrers fest: Es handelt sich um einen 17-Jährigen aus Neu-Eichenberg.

Der Jugendliche war gegen 15 Uhr  gegen einen BMW gerast und ums Leben gekommen.„Wir müssen davon ausgehen, dass er absichtlich in den Gegenverkehr gefahren ist“, sagt Hauptkommissarin Jasmin Kaatz. Nach Darstellung der Polizei war der 17-Jährige zunächst ordnungsgemäß auf die Autobahn in Richtung Halle aufgefahren. Dann habe er jedoch auf der A 38 gewendet und sei in der falschen Richtung weitergefahren. Ein Pkw habe dem Kradfahrer noch ausweichen können, so Polizeisprecherin Kaatz, einem 57 Jahre alten BMW-Fahrer aus Duderstadt war dies aber nicht mehr möglich: Auto und Kleinkraftrad stießen zusammen, der 17-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Der Autofahrer erlitt einen Schock.

Die A 38 war in Fahrtrichtung Halle ab dem Autobahndreieck Drammetal bis gegen 17.45 Uhr voll gesperrt. Wiederholte Geisterfahrten auf Autobahnen sind seit Wochen ein Thema, das auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer auf den Plan gerufen hat. Es wird nach Sicherungskonzepten gesucht, um die Zahl der folgenschweren Unfälle zu minimieren.

Gegen Fahrer, die mit Absicht in den Gegenverkehr fahren wollen, helfen aber weder die in der Diskussion befindlichen Metallkrallen noch neongelbe Warnschilder, wie auch der Minister einräumt.

Erst am vergangenen Samstagabend war eine 51-jährige Frau aus dem Hochsauerlandkreis (Nordrhein-Westfalen) mit ihrem Pkw die Autobahn 46 in Richtung Brilon gefahren. Sie wendete ihr Fahrzeug und fuhr plötzlich zurück. Auf einer Talbrücke stieß sie mit dem VW Golf eines 56-jährigen Willingers (Nordhessen) zusammen. Beide Fahrer wurden in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr befreit werden.

Die Frau wurde mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Der Willinger wurde ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. (awe)

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion