Schwierige Rettungsarbeiten

A 44: Bau-Lastwagen kippt um, Fahrer schwer verletzt

Friedrichsbrück / Helsa. Schwerer Unfall bei den Bauarbeiten zur Autobahn 44: Im früheren Tagebau der Zeche Hirschberg ist am Dienstagnachmittag ein Lkw beim Abkippen von Erdreich umgekippt. Dabei wurde der Fahrer, ein 52-Jähriger aus Burg, laut Polizei leicht verletzt.

Der Mann wurde im Fahrzeug eingeschlossen, aber nicht eingeklemmt, berichtete Michael Heußner, Einsatzleiter der Feuerwehr Hessisch Lichtenau. Die Rettungsarbeiten seien jedoch nicht ganz einfach gewesen. Denn es dauerte knapp 15 Minuten, bis die Einsatzkräfte die Unfallstelle ausmachen und erreichen konnten. Der Leitstelle hatten Anrufer den Ort des Geschehens nicht beschreiben können. Zudem musste der Lkw abgesichert werden, damit er nicht in den ehemaligen Tagebau abrutschte.

Gegen 17 Uhr war die Feuerwehr Hessisch Lichtenau zu dem Einsatz ausgerückt. Ersten Angaben zufolge handelte es sich um einen Lastwagen, der am Ostportal des im Bau befindlichen Tunnels Hirschhagen zum Einsatz gekommen sei. Doch dort habe der Rettungsdienst mit Notarzt keinen umgestürzten Lkw ausfindig machen können, berichtete Feuerwehr-Sprecher Stefan Schlegel.

Weitere Ermittlungen durch den Rettungsdienst und die Leitstelle des Werra-Meißner-Kreises ergaben, dass sich der Unfall auf einer Baustraße zwischen Friedrichsbrück und Helsa, an der Zufahrt zum ehemaligen Tagebau Zeche Hirschberg ereignet haben musste – etwa sieben Kilometer entfernt von der eigentlichen Tunnel-Baustelle.

Auch die weiteren Arbeiten zur Rettung des eingeschlossenen Fahrers zogen sich hin. Weil der Mann nicht in Lebensgefahr schwebte, sei das aber unproblematisch gewesen, sagte Heußner. Um den 52-Jährigen zu befreien, mussten die Einsatzkräfte mit schwerem Gerät weite Teile des Führerhauses auseinanderschneiden.

Fotos: Schwerer Unfall bei A44-Bauarbeiten

Schwerer Unfall bei A44-Bauarbeiten am Tunnel Hirschhagen

Hintergrund - Zweiter Unfall in kurzer Zeit

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