Polizei sucht Tatwerkzeug

Bluttat an Grillhütte: Spektakuläre Festnahmen

Hessisch Lichtenau. Drei Männer stehen unter dringendem Verdacht, in der Nacht zum 9. Juli den 38 Jahre alten Familienvater Waldemar Bitdorf aus Hessisch Lichtenau getötet zu haben.

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Bereits am Freitagvormittag waren die 21 und 27 Jahre alten Männer aus Hessisch Lichtenau und sein 34-Jähriger aus Großalmerode vorläufig festgenommen worden. Das teilte die Polizei in Eschwege am Montagmittag in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Kassel mit.

Die Festnahmen der beiden Hessisch Lichtenauer in ihren Wohnungen erfolgte durch Spezialeinsatzkommandos der Polizei, die Beobachtungen zufolge nicht ganz unspektakulär für die Nachbarschaft gewesen sein sollen.

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Nach der Vernehmung der Männer beantragte die

Staatsanwaltschaft Kassel deren Vorführung vor dem Haftrichter. Für alle drei Tatverdächtigen wurde Untersuchungshaft angeordnet. Es soll sich angeblich um Russlanddeutsche handeln. Das wurde von Staatsanwältin Kerstin Nedwed als Sprecherin der Ermittlungsbehörde weder bestätigt noch dementiert. Ob die Beschuldigten geständig sind, verschweigen die Ermittler auch. Derzeit bemühe man sich, das Motiv der Männer für die Tat herauszubekommen, heißt es in der Mitteilung lediglich.

Zudem erfolgte am Montagmittag die mittlerweile dritte groß anlegte Suchaktion nach dem Tatwerkzeug, vermutlich eine Axt oder ein Beil. Eine Einheit der Bereitschaftspolizei kämmte diesmal den Wald nördlich des Tatortes, des Grillplatzes Waldfrieden nahe der Straße nach Günsterode, mit Metalldetektoren, Hacken und Schaufeln durch. Nach zwei Stunden war die Aktion beendet, erneut ohne das gewünschte Ergebnis.

Staatsanwältin Nedwed hofft indes, in wenigen Tagen weitere Ermittlungsergebnisse mitteilen zu können.

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