Feuer brach im Keller einer Unterkunft in Witzenhausen aus

22 Flüchtlinge bei Brand in Witzenhausen leicht verletzt

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Witzenhausen. In der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge an der Kasseler Landstraße in Witzenhausen ist in der Nacht zu Mittwoch ein Feuer ausgebrochen.

Aktualisiert um 14.30 Uhr.

Laut Polizeisprecher Jörg Künstler erlitten dabei 23 Bewohner Rauchgasvergiftungen. Während sich eine Mutter mit Kind laut Jens Ehrhardt, Pressesprecher der Feuerwehr Witzenhausen, noch im Krankenhaus befindet, kamen die anderen Bewohner über Nacht in der Erstaufnahmeeinrichtung im Senkefeld in Hessisch Lichtenau unter.

Spurensuche im Keller: Am Mittwoch nahmen Mitabeiter des Landeskriminalamts die Ermittlungen zur Brandursache auf.

Kurz nach Mitternacht hatten sich laut Polizei mehrere Anrufer bei den Leitstellen von Feuerwehr und Polizei gemeldet, die einen Brand in dem zweigeschossigen Mehrfamilienhaus meldeten. Beim Eintreffen von Polizei und Rettungskräften hatten sich einige Bewohner bereits ins Freie gerettet. Den Bewohnern des ersten und zweiten Obergeschosses sei durch starke Rauchentwicklung jedoch der Fluchtweg abgeschnitten gewesen. „Manche standen an den Fenstern, andere hatten bereits das Dach betreten, um sich ins Freie zu retten, weswegen wir schnell handeln mussten“, sagte Ehrhardt.

Mit Steck- und Drehleitern wurden die Flüchtlinge in Sicherheit gebracht, teilweise auch von den elf Atemschutzgeräteträgern mit Fluchthauben ausgestattet aus dem Gebäude geholt. Laut Ehrhardt konnte der erste Gruppenführer den Brandherd schnell im Keller ausmachen. Durch die gezielte, punktuelle Bekämpfung war das Feuer bereits nach einer Stunde gelöscht. Der am Gebäude entstandene Schaden wird auf 15 000 Euro geschätzt. Die Statik des Hauses wurde laut Ehrhardt durch den Brand nicht beeinträchtigt.

Trotz anschließender Druckbelüftung durch die Feuerwehr sei das Gebäude jedoch vorerst nicht bewohnbar. Ob es sich bei dem Brand um einen technischen Defekt oder Brandstiftung handelt, ist noch unklar. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen aufgenommen.

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