Führende Brandschützer denken an offenbar Rücktritt

Bürgermeisterin im Streit mit Neu-Eichenberger Feuerwehr

Hebenshausen. Mehrere Mitglieder der Führungsspitze der Feuerwehr in Neu-Eichenberg denken offenbar an Rücktritt. Grund sind Streitigkeiten mit dem Gemeindevorstand mit Bürgermeisterin Ilona Rohde-Erfurth (SPD) an der Spitze.

Die Brandschützer stören sich an einer Passage im aktuellen Haushaltssicherungskonzept, das die Gemeindevertretung am Montag in Hebenshausen einstimmig beschlossen hat.

Darin wird die für 2013 vorgesehene Anschaffung eines neuen Fahrzeugs für die Wehr Berge um ein Jahr verschoben. Der Umbau des Feuerwehrhauses in Berge wird komplett gestrichen. Zudem müsse langfristig über die freiwillige Zusammenlegung von Ortsteilwehren nachgedacht werden. Allerdings dürfe dies nur in enger Absprache mit den Wehrführern geschehen.

Durch diese Passage fühlen sich die Wehrführer vor vollendete Tatsachen gestellt, sagte Martin Stöneberg, Wehrführer von Hermannrode. Er gab im Namen seiner Kollegen am Montag bei der Sitzung der Gemeindevertreter eine Stellungnahme ab.

Hintergrund ist, dass es derzeit keinen gültigen Bedarfs- und Entwicklungsplan für die Feuerwehr gibt. Ohne diesen könne die Gemeinde kein neues Fahrzeug anschaffen, sagte Rohde-Erfurth. Der Kreisbrandinspektor hatte den Plan vor einigen Wochen nach fast dreijähriger Prüfung abgelehnt. (clm)

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