Feuerwehreinsatz in Dudenrode

Pony Axel sorgt für Aufregung: Ausgebüxt und durch Dach gebrochen

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Lief aufs Dach der Scheune, als niemand hinguckte: Pony Axel. Das Tier blieb wie durch ein Wunder unverletzt.

Dudenrode. Ein kleines Pony aus Dudenrode hat seine Besitzer und die Feuerwehr in Atem gehalten.

Als Florian Tost aus Dudenrode am Donnerstagnachmittag von der Schule nach Hause kam, sah und hörte er einen Feuerwehrwagen mit Martinshorn. Zunächst dachte er, es handele sich um eine Alarm-Übung. Der Junge ahnte nicht, dass die Feuerwehr auf dem Weg zum Haus seiner Familie war. Sein Pony Axel war in das Dach des Stalls eingebrochen. Auch ein Polizeiwagen stand bald auf dem Grundstück.

Zeigt den Schaden im Dach: Florian Tost aus Dudenrode dessen Pony Axel ausgebüchst ist. Fotos: Hörcher

Wie jeden Morgen hatte sich Florian, bevor er zur Schule ging, um sein Pferd gekümmert und ihm Wasser gegeben. „Die Wasserstelle ist hinter einer Absperrung. Die habe ich vergessen zuzumachen“, erklärt Florian. So brach Axel aus seinem Stall aus und lief eine steinerne Treppe auf dem Grundstück hoch. Vom Garten aus gelangte das Tier auf das Dach - und brach mehrere Löcher in die Aluminiumhülle. Wie durch ein Wunder fiel Axel nicht in den Stall und blieb unverletzt. Auch den anderen beiden Pferden, die sich noch im Stall befanden, passierte nichts. Trotzdem standen alle Tiere erst mal unter einem Schock.

„Unser Pfarrer Sebastian Krause hat es als erstes gemerkt. Er hat die Polizei und die Feuerwehr gerufen, und bei uns zu Hause geklingelt“, sagt Florian. Seine Mutter Carmen Tost und ihr Lebensgefährte Mario Kleinschmidt waren zu diesem Zeitpunkt einkaufen, Tochter Juliane lag im Bett.

„Mein andere Schwester Janine hat dann versucht, die Eltern anzurufen, während ich erst mal in den Stall geguckt habe“, sagt Florian. „Das Pferd hat richtiges Theater gemacht. Es hing mit der Mähne in einem Gebüsch fest. Ich musste es erst mal losmachen.“ Allmählich gelang es Janine und Florian mit vereinten Kräften, Axel zu beruhigen. Noch bevor Janine ihre Eltern erreichte, waren die vom Einkaufen zurück. „Oh mein Gott! Hoffentlich ist das Pony nicht in den Stall reingeknallt. Und hoffentlich ist keinem der Kinder etwas passiert - das waren meine ersten Gedanken“, sagt Carmen Tost.

Vor Ort waren die Feuerwehren aus Dudenrode, Hilgershausen und Bad Sooden-Allendorf, mit Drehleiter und Löschfahrzeug. Die Drehleiter kam gar nicht zum Einsatz, da das Pferd nicht mehr auf dem Dach war, als die Feuerwehrleute anrückten. Es hatte sich mit der Mähne in einem Gebüsch verfangen.

Mit Hilfe eines Feuerwehrmanns aus Hilgershausen, der etwas von Pferden versteht, gelang es Florian, dem Pferd eine Schlinge um den Hals zu legen und es die Treppe hinunter und wieder in seinen Stall zu führen. Das Dach deckten Mario Kleinschmidt und Florian dann mit einer Plane ab, damit es in der Nacht nicht hinein regnet. „Zum Glück haben wir eine Tier-Haftpflichtversicherung, die werden wir jetzt informieren“, sagt Carmen Tost.

Von Marc Hörcher

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