Apell an Bevölkerung

Einbrüche in Hess. Lichtenau: Gewerbetreibende bitten um mehr Wachsamkeit

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Vor zwei Wochen ist bei Herbert Oetzel eingebrochen worden. Die Täter hebelten die Tür auf.

Hessisch Lichtenau. Fast 50 Einbrüche und Einbruchsversuche sind seit Jahresbeginn in Hessisch Lichtenau angezeigt worden. Das ist die traurige Bilanz der Polizei.

Einer der Geschädigten ist der Existenzgründer Herbert Oetzel, der vor zwei Jahren ein KFZ-Dienstleistungszentrum im Gewerbegebiet Ost eröffnet hat. Gemeinsam mit anderen Gewerbetreibenden in Hessisch Lichtenau will er nun die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit bitten.

"Wenn jemand etwas verdächtiges beobachtet, sollte er unbedingt die Polizei informieren", sagt Oetzel. Einen solchen Aufruf hatte sich der Unternehmer auch von Bürgermeister Jürgen Herwig (SPD) gewünscht. Doch dem Verwaltungschef sind die Hände gebunden: "Es ist ohne Zweifel im höchsten Maße bedauerlich, aber ich weiß nicht was ich dagegen unternehmen könnte, das ist Aufgabe der Polizei", sagte Herwig bei einem Ortstermin am Donnerstagabend. Dass es einen Zusammenhang zwischen den nachts ausgeschalteten Laternen und den vielen Einbrüchen gibt, wies er entschieden zurück.

Für Oetzel als Existenzgründer ist der Schaden indes eine große finanzielle Belastung. Zudem bekommt er wegen des Einbruchs keine bezahlbare Inventarversicherung: "Weil es bei mir schon vorher zwei Einbruchsversuche gab, müsste ich entsprechend hohe Prämien zahlen oder hätte eine hohe Selbstbeteiligung", sagt er. (alh)

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