Fanfaren- und Musikzug Frankershausen spielten im Kultur- und Kongresszentrum

Eine bärenstarke Truppe

Mit Präzision und Leidenschaft: Dirigent Otto Koppe leitete den Musikzug Frankershausen zu ausgezeichneten Leistungen. Foto: Pujiula

Bad Sooden-Allendorf. Es war ein imposanter Anblick: der voll besetzte Saal des Kultur- und Kongresszentrums Bad Sooden-Allendorf und auf der blumengeschmückten Bühne die riesige Truppe des Fanfaren- und Musikzuges Frankershausen, alle Musikanten, von blutjung bis mittelalt, mit ihren „bundeswehrgrauen“ Jacken.

Und neben der imposanten Optik dann noch die imposante Musik. Wieder einmal zeigte sich, dass die Gruppe die Bezeichnung verdient, die sie schon einmal bei einem Jahresschlusskonzert bekam - sie bilden wirklich eine „bärenstarke Truppe“. Denn das, was der Musikzug musikalisch leistet, ist bewundernswert. Wie viel Fleiß und Engagement dahinter steckt, kann man nur ahnen. Und natürlich gehören dazu auch das Können und die Führungsqualität der zwei Dirigenten: Edgar Maurer für den Fanfarenzug und Otto Koppe für den Musikzug. Sie leiteten ihre Gruppen, die auch gelegentlich vereint spielten, zu tollen Leistungen, Edgar Maurer mit ruhiger Hand, Otto Koppe mit leidenschaftlicher Gestik. Ein mitreißendes Konzert, an dem alles stimmte - angefangen mit der charmanten Moderation von Kerstin Saalfeld-Koppe, die zu jedem Stück eine kurze und sehr informative Erklärung abgab.

Schon der Beginn stimmte die Zuhörer auf ein schönes Musikerlebnis: Es war der altehrwürdige „Steigermarsch“. Und dann folgte ein bunt gemischtes Programm aus Märschen und Fanfarenklängen, aus Polkas, Volksmusik, lateinamerikanischen Rhythmen und anspruchsvollen Filmtracks, hier besonders zu erwähnen die ausgezeichnete Interpretation von „Pirates of the Caribbean“. Bei einer Interpretation des „Hallelujah“ von Leonard Coen gefiel Steven Manegold als einfühlsamer Sänger.

Und es gab einen absoluten Höhepunkt: „Pops in the Spots“ - das sich als ein herrliches Potpourri aus unvergänglichen russischen Melodien entpuppte, temperamentvoll gespielt von den Frankershäusern, die dafür die lautesten Ovationen und manches Bravo ernteten.

Am Schuss des fast zweistündigen Konzerts gab es stehenden Applaus und drei Zugaben - mit zuletzt einer Wiederholung des „Halleluja“.

Von Francisco Pujiula

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