Hohes Maß an Training erforderlich

Mit Elan über den Parcours beim Tag des Hundes

Mit Spaß und Engagement dabei: Hundeführerin Selina Bülow mit Charly, ihrem sechsjährigen Dackel/Jack Russell-Mix. Foto: Röß

Hessisch Lichtenau. Ob Dackel, Collie oder Schäferhund, für die Vierbeiner war der Tag des Hundes am Wochenende in Hessisch Lichtenau ein Erlebnis, für den Schäferhundeverein eine Enttäuschung.

An beiden Tagen waren kaum Besucher gekommen. Dabei hatten sich die Mitglieder des Vereins für Deutsche Schäferhunde mit ihrem Vorsitzenden Dirk Hartleib an der Spitze für das bundesweite Aktionswochenende richtig ins Zeug gelegt und die Hälfte des Hundeplatzes hinter dem ehemaligen Güterbahnhof der Stadt regelrecht zum Festplatz umgestaltet. So war mit der kleinen Bühne für die Live-Musik mit Michele Joy, dem 30 Meter langen Partyzelt, der Hüpfburg, der Schießbude, den Ständen für Spielwaren und Süßes, Pommes und Bratwurst, Kaffee und Kuchen sowie ein Stand für die Getränke alles bestens für den erhofften Andrang vorbereitet.

Doch es sollte anders kommen. In der Hoffnung, der ein oder andere Besucher könnte doch noch erscheinen, wurde am Samstag die für 11 Uhr geplante Agility-Vorführung bereits nach hinten geschoben. Charly, den sechsjährigen Dackel/Jack Russell-Mix, störte das offenbar wenig. Der fegte als erster, dirigiert von Hundeführerin Selina Bülow, freudig bellend mit großem Elan über Hindernisse, Wippe, Steg und Rampe sowie durch Tunnels und Slalomstangen. Mit seiner quirligen Art hatte er schnell die Herzen der wenigen Zuschauer erobert, die, wen wundert’s, Charly gleich noch einmal in Aktion sehen wollten.

Dann war „Locke“, der siebenjährige Harzer Fuchs, an der Reihe, der zusammen mit Stefanie Bülow durch den Parcours jagte und wie Charly zuvor bewies, zu welcher Leistung die Tiere unter optimaler Ausnutzung ihres Spieltriebes in der Lage sind.

Welch hohes Maß an Training jedoch erforderlich ist, erfuhren all die Besucher, die sich am Sonntag mit ihren Hunden selbst einmal im Parcours versuchten.

Wochenendaktion zum Tag des Hundes in Hessisch Lichtenau

Dass die Arbeit eines Schutz- und Rauschgiftspürhundes ganz anders aussieht, zeigte Dirk Hartleib mit seiner schwarzen Schäferhündin „Gipsi“, die bei allen Vorführungen die Rauschgiftprobe schnell aufgespürt und sich damit wie ihre Artgenossen an beiden Tagen so manche Belohnung verdient hatte. Das hatten auch die Vierbeiner der Rettungshundestaffel Werra-Meißner geschafft, die am Sonntag eine Kostprobe ihres Spürsinns lieferten und auf dem überschaubaren Areal in Windeseile die versteckten Personen ausfindig gemacht hatten.

Dr. Bettina Hofbauer von der Tierklinik in Kaufungen lieferte zur Ersten Hilfe am Hund zahlreiche praktische Tipps. Für die gesunde Ernährung der Vierbeiner hatten Hersteller von Tiernahrung an Proben für beide Tage nicht gespart. (zlr)

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