Polizei gibt Tipps

Enkeltrick: Unbekannter wollte Geld von Senioren ergaunern

Sollten Opfer von Betrüger werden: Drei Senioren aus Witzenhausen erhielten am Dienstag Anrufe von einem Unbekannten, der offenbar Geld von ihnen ergaunern wollte. Er war allerdings in allen drei Fällen erfolglos. Foto: Archiv

Witzenhausen. Gleich drei Senioren aus Witzenhausen erhielten am Dienstag zwischen 14.15 und 14.45 Uhr Anrufe von einem mutmaßlichen Enkeltrick-Betrüger.

Die Polizei warnt daher vor Anrufern, die sich als Angehörige ausgeben und eine finanzielle Notlage vortäuschen, um an Geld zu gelangen.

Im ersten Fall tischte der Unbekannte einer 88-Jährigen eine Geschichte auf, nach der ein Enkel 20.000 Euro für ein gewinnbringendes Geschäft benötigte. Die Seniorin sollte das Geld einem Rechtsanwalt übergeben. Laut Polizeibericht legt der Anrufer auf, als er erfuhr, dass die Seniorin alle ihre „Geldgeschäfte“ durch eine Vertrauensperson abwickeln lässt.

Eine 78-Jährige erhielt einen Anruf von einem vermeintlichen Enkel, der Bargeld für den Kauf einer Eigentumswohnung forderte. „Die Angerufene erklärte aber, dass sie kein Geld habe und der „Enkel“ doch einfach mal vorbeikommen solle“, so Polizeisprecher Jörg Künstler. Das Gespräch sei dann beendet worden.

Im dritten Fall wurde ein 74-Jähriger misstrauisch, als ihn ein Mann anrief und um 7500 Euro für den Kauf eines Hauses bat. Als der 74-Jährige nach dem Nachnamen des Anrufers fragte, legte dieser auf.

Die Polizei bittet mögliche weitere Betroffene, die ähnliche Anrufe erhalten haben, sich unter Tel. 0 55 42/9 30 40 zu melden.

Die Polizei warnt davor, sich zu sehr auf Gespräche mit Unbekannten am Telefon einzulassen. Polizeisprecher Jörg Künstler gibt folgende Tipps:

• Man sollte sich nicht am Telefon nicht ausfragen lassen und vor allem keine Details zur familiären oder finanziellen Situation nennen.

• Man sollte sich nicht drängen oder unter Druck setzen lassen.

• Mit einem Rückruf bei einer Vertrauensperson - etwa bei Verwandten, Freunden oder der Polizei - sollte man unbedingt den Sachverhalt prüfen, bevor man Geld gibt.

Künstler mahnt: „Ist einem die Sache nicht geheuer, soll man sich nicht scheuen, entsprechende Hilfe in Anspruch zu nehmen.“ (fst)

Weitere Infos zum Thema „Enkeltrick“ gibt es im Internet unter www.polizei-beratung.de

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