A 44

Jahresrückblick: Alles, was 2013 wichtig war

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Inzwischen so gut wie fertig: Die Rauschenbergbrücke bei Waldkappel.

Werra-Meißner. Viele Ereignisse passierten im Jahr 2013, wir fassen alles zusammen. Hier: Die A 44 im vergangenen Jahr.

Eigentlich sollte die A 44 in diesem Jahr ein Stückchen länger werden. Der 2,2 Kilometer lange Abschnitt bei Hessisch Lichtenau wird voraussichtlich erst im nächsten Frühjahr freigegeben. Zuletzt hieß es, die Strecke solle im November oder Dezember in Betrieb gehen. Als Grund nannte A-44-Projektleiter Reinhold Rehbein von Hessen-Mobil Probleme bei der technischen Ausstattung des Schulbergtunnels. Verkehrsminister Florian Rentsch sagt im Interview mit unserer Zeitung, die A 44 werde erst im Jahr 2020 durchgängig befahrbar sein. Dennoch ging es, was den Bau, die Planungen und die Gerichtsverfahren anging, in großen Schritten voran.

• Der offizielle Spatenstich für den seit November 2012 im Bau befindlichen Tunnel Küchen westlich von Waldkappel erfolgt am 22. Februar. Der Tunnel führt direkt unter der Ortschaft Küchen durch, was deren Einwohner besorgt. Die Arbeiten hatten mit einjähriger Verzögerung begonnen, da es einen Streit zwischen zwei konkurrierenden Baufirmen gab.

• Am 28. März entscheidet das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, dass der 7,2 Kilometer lange Abschnitt zwischen Bischhausen und Hoheneiche gebaut werden kann. Geklagt hatte die Naturschutorganisation BUND. Aus dem Werra-Meißner-Kreis waren mehr als 100 Einwohner nach Leipzig angereist, um für den Weiterbau zu demonstrieren.

• Am 9. Juni wird der 4,2 Kilometer lange Tunnel Hirschhagen angeschlagen und damit mit den Bauarbeiten auch offiziell begonnen. Die Baukosten sind mit 250 Millionen Euro veranschlagt. Der Tunnel ist damit der teuerste Abschnitt der teuersten Autobahn der Welt. Die Fertigstellung ist für 2018 vorgesehen.

Inzwischen befinden sich fünf der elf Abschnitte im Bau. Vier sind in der Bauvorbereitung, ein Abschnitt ist in Planung. Bisher als einzige Strecke für den Verkehr freigegeben ist der 2,3 Kilometer lange Abschnitt bei Walburg.

Mit ihren 13 Tunneln auf knapp 70 Kilometer Gesamtlänge gilt die A 44 zwischen Kassel und Wommen als teuerste Autobahn der Welt. Geschätzte Kosten: 1,7 Milliarden Euro. (D.S.)

Ab Freitag blicken wir in der gedruckten WR täglich auf insgesamt vier Doppelseite auf das Jahr zurück.

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