Außergewöhnliche Aktion

Feuerwehr rettet Schwerverletzten mit Baukran

Großalmerode. Eine außergewöhnliche Rettungsaktion ereignete sich am Donnerstag, 15 Uhr, in Großalmerode an der Straße Hinter dem Bornhof: Die örtliche Feuerwehr rettete einen schwerverletzten Bauarbeiter mit Hilfe eines Baukrans.

Ein Arbeiter war vom Giebel in den zweiten Stock eines Rohbaus gestürzt. Da der Mann sich beim Sturz schwer verletzt hatte und es in dem Gebäude noch keine Treppen gab, musste er durch das noch nicht gedeckte Dach gerettet werden, berichtet der stellvertetende Wehrführer David Süß. Für diesen Einsatz wurde die Feuerwehr Hessisch Lichtenau mit ihrer Drehleiter zur Hilfe gerufen.

Auf dem Weg nach Großalmerode informierte die Leitstelle die Feuerwehr, dass die Ortsdurchfahrt Rommerode gesperrt ist. Zwar hätten die Einsatzkräfte von der Sperrung gewusst, aber nicht daran gedacht, sagt Stefan Schlegel von der Feuerwehr Hessisch Lichtenau. Darum haben die Wehr auf dem Weg nach Friedrichsbrück gewendet und wollte über Walburg nach Großalmerode fahren.

Das hätte für den Schwerverletzten zu lange gedauert: Denn nach Meinung des Notarztes musste der Mann möglichst schnell in die Klinik, sagt Süß. Auf einer Trage brachten die Feuerwehrmänner ihn an eine Stelle, die vom Kran erreicht werden konnte. Eine spezielle Trage, Spienboard genannt, hängten die Einsatzkräfte an den Baukran. So konnte der Arbeiter auf ungewöhnliche Art aus dem Gebäude gerettet werden. Der Rettungshubschrauber Christoph 44 aus Göttingen brachte den Schwerverletzten ins Universitätsklinikum Göttingen.

Zu der Sperrung der Ortsdurchfahrt Rommerode nahm das Bauamt Großalmerode Stellung: Die Baufirma habe von Anfang an dafür gesorgt, dass Einsatzfahrzeuge die Sperrung passieren können. Das habe die Feuerwehr Hessisch Lichtenau nicht gewusst, sagt Schlegel. (sas)

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