Gertenbach: Lärmschutz soll her

Gertenbach. In Gertenbach ist man stocksauer auf die Deutsche Bahn AG. Seit mehr als 20 Jahren fordern Ortsbeirat und Bevölkerung Schallschutzmaßnahmen an der durch den Ort verlaufenden Bahnstrecke.

Doch auch die jüngsten Bemühungen in Form eines intensiven Schriftverkehrs durch Ortsvorsteher Heinz Köhler mit der zuständigen Stelle blieben ohne Erfolg.

"Die Bahn plant, erst in vier Jahren eine Schallmessung vorzunehmen und im Falle der Notwendigkeit von Schallschutzmaßnahmen diese im Jahr 2020 zu bauen", berichtete Köhler am Dienstag während der Sitzung des Ortsbeirates.

"Bislang sind unsere Vorstöße scheinbar weder von der Politik noch von der Bahn richtig ernst genommen worden", bedauert Köhler. Dabei sei ein Lärmschutz allein schon deshalb in Gertenbach dringend angesagt, weil die Bahnstrecke unmittelbar am Kindergarten und der Grundschule vorbeiführe.

"Durch das immer höher werdende Verkehrsaufkommen gerade durch Güterzüge können die Kinder im Kindergarten mittags gar nicht schlafen und draußen müssen sie sich die Ohren zuhalten", beschreibt der Ortsvorsteher die "unhaltbaren Zustände".

Doch jetzt sei endgültig Schluss damit. "Das lassen wir uns nicht länger gefallen", kündigt Heinz Köhler der Bahn den Kampf an. Er wolle sich jetzt nicht bei den Landtags- und Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis beschweren, sondern diese ins Boot holen. Er plant auch eine Unterschriftenaktion im Dorf. "Unterstützung durch das Witzenhäuser Bauamt haben wir schon", sagt der Ortsvorsteher, der nach wie vor auf eine zügige Lösung hofft. (per)

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