Skulptur wird am 17. Dezember auf dem Witzenhäuser Marktplatz aufgestellt

Grimm-Denkmal für Stadt

Hier soll er hin, der Grimm: Auf diesen Sockel auf dem Witzenhäuser Marktplatz an der Walburger Straße soll das Jacob-Grimm-Denkmal aufgestellt werden. Foto:  Neugebauer

Witzenhausen. Nicht nur Steinau, Hanau, Göttingen oder Kassel, nein auch Witzenhausen wird Grimm-Stadt. Das Ganze basiert auf einem Ereignis, welches sich am 17. Dezember 1837 ereignete und sich nun zum 176. Mal jährt. Der Göttinger Professor Jacob Grimm hielt in Witzenhausen nach seinem Landesverweis eine Freiheitsrede vor etwa 250 Göttinger Studenten.

Jacob Grimm war einer der Göttinger Sieben, die gegen die Außerkraftsetzung der Landesverfassung durch den neuen hannoverschen König Ernst-August von Cumberland aufbegehrten und daraufhin mit zwei weiteren Professoren des Landes verwiesen wurde. Nach der Ausweisung fuhren Sie mit einer Kutsche nach Witzenhausen, wo die drei Professoren mit donnerndem Applaus an der Werrabrücke empfangen wurden. Eine Abordnung von Studenten half den Professoren aus der Kutsche und führte sie über die Brücke in die Stadt hinein, wo sie im Gasthaus Zur Krone gastierten.

Um die Mittagszeit gab der Magistrat das Rathaus frei, so dass die Professoren noch einmal zu ihren Anhängern sprechen konnten. Danach wurde die Reise Richtung Kassel fortgesetzt. Dieses Ereignis soll mit der Aufstellung eines Jacob-Grimm Denkmals gewürdigt werden. Am 17. Dezember des Grimmjahres 2013 soll die Skulptur um 17 Uhr am Marktplatz vorgestellt werden. Initiiert wurde die Idee vom Ex-Witzenhäuser Jürgen Rippel, der die Skulptur der Stadt spendet und so seine enge Bindung an Witzenhausen bekunden möchte. Die Ideen des Marketingexperten von der Hochschule Ansbach gehen aber noch weiter.

Die Grimm-Statue soll nur die erste Skulptur eines Witzenhäuser „Museum am Weg sein“. Auch für eine zweite Skulptur hat sich bereits ein Sponsor gefunden. „Wir haben in Witzenhausen so viele Ereignisse von bekannten Persönlichkeiten, die man touristisch besser erschließen könnte“, sagte Rippel. Unter anderem führte er hier Otto Buchinger an, der das Heilfasten begründete und in Witzenhausen die erste Fastenklinik erbauen ließ. Weiter zu nennen wären der Physiologe Carl Ludwig, ein bedeutender Medizinforscher, der in Witzenhausen geboren wurde und der Witzenhäuser Johann Jacob Schweppe, dem Erfinder des kohlesäurehaltigen Limonadengetränks. „Die Liste könne er noch beliebig fortsetzen und weitere Vermarktungsansätze gleich mitliefern“, sagte Rippel. Bürgermeisterin Angela Fischer hält das Museum am Weg für eine gute Idee, allerdings müsse es für die Stadt kostenneutral bleiben. „Es ist immer gut, wenn in Witzenhausen etwas geschaffen wird, was sich touristisch auch vermarkten lässt“, sagte Fischer.

Die Grimm-Statue soll auf der östlichen Seite des Marktplatzes Richtung Walburger Straße aufgestellt werden Der Sockel für die Grimm-Statue ist bereits vorhanden. Die etwa 1,80 Meter hohe Grimm-Statue soll Jacob Grimm darstellen, wie er zu den Studierenden spricht. Die Skulptur wurde von der Künstlerin Karin Bohrmann-Roth entworfen und gestaltet. Sowohl Künstlerin als auch der Spender wollen bei der Einweihungszeremonie am kommenden Dienstag zugegen sein. (znb)

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