Große Ausfahrt für Behinderte im Seitenwagen

Startbereit: Jörn Zacher im Seitenwagen von Martin Essert, der auf die Ausfahrt auch seine Hündin Else mitnahm. Foto: zds

Hessisch Lichtenau. Motorradfreunde aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden trafen sich am Samstag zur 49. Jumbofahrt an der Orthopädischen Klinik von Hessisch Lichtenau.

Für die Bewohner und Patienten des Hauses 21 der Klinik hatten die Biker eine Ausfahrt organisiert. Sie fuhren über Witzenhausen, Hann. Münden vorbei an der Sababurg, Trendelburg bis zum Hofgut Stammen. Hier wartete ein Mittagessen auf die Biker und ihre Gäste, bevor es durch den Reinhardswald über Immen-hausen, Hann. Münden, Lutterberg, Nieste und Kaufungen zurück zum Ausgangsort ging. Hier fand am Abend im Haus 21 eine gemeinsame Party statt.

Die traditionsreiche Jumbofahrt wurde in Hessisch Lichtenau ins Leben gerufen und hat mittlerweile viele Nachahmer-Veranstaltungen gefunden. Als Jumbo bezeichnen Biker Motorräder mit Seitenwagen.

An der diesjährigen Ausfahrt nahmen über 50 Solomaschinen teil, von denen 30 als Ordner für die Verkehrssicherheit eingesetzt wurden. Außerdem beteiligten sich 40 Gespanne die mit Bewohnern und Patienten der Orthopädischen Klinik besetzt wurden. Darüber hinaus wurde der Tross von vier Polizeimotorrädern und einem Polizeiwagen begleitet. Ebenfalls für die Sicherheit fuhren zwei Sanitätsfahrzeuge mit.

Von der Klinik aus fuhr ein Lkw mit, der den Transport der Rollstühle übernahm, und ein Reisebus, in dem mitfahren konnte, wer in den Jumbos keinen Platz fand oder aus gesundheitlichen Gründen nicht in einem Beiwagen mitmachen konnte.

Für die Biker war dies ein mehrtägiges Event, das bereits am Donnerstag in Hirschhagen begonnen hatte. Hier waren im Jugendheim einige der Motorradfahrer untergekommen, andere zelteten. Gemeinsame Unternehmungen fördern das Kennenlernen der Motorradfahrer untereinander, das seinen Höhepunkt in der gemeinsamen Ausfahrt mit den Bewohnern der Klinik findet. (zds)

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