Richter verlädt heute WMU-Teile auf Frachter

Hann. Münden/Hessisch Lichtenau. Aufatmen beim Mündener Autozulieferer Weser-Metall-Umform (WMU): Das Binnenschiff MS Joliba, das wegen Niedrigwasser in der Weser mehr als eine Woche in Bodenwerder festlag, ist Samstagabend in Hann. Münden angekommen. An Bord die drei Pressenteile mit einem Gewicht von 100 bis 140 Tonnen, auf die WMU schon so sehnsüchtig wartet.

Am Sonntagmorgen hoben zwei Schwerlastkräne die Schwergewichte auf Lkw. Sonntagnacht brachten Lkw die Teile in das Werk.Das Pech für die Mündener, dass der Transport sich verzögerte, ist auf der anderen Seite ein Glücksfall für die Firma Richter aus Hessisch Lichtenau. Das Schubschiff MS Lavara der Firma AHE aus Rinteln, mit dem der Maschinenbauer seine 130-Tonnen-Fracht in den Bremer Überseehafen bringen wollte, stand nämlich doch nicht zur Verfügung, berichtet Joachim Kraus, Prokurist der Firma Richter. Grund: Ein zweites Schubschiff des Kiesabbauunternehmens AHE war kaputt, sodass die Firma die MS Lavara selbst braucht. Außerdem fehlte ein Lotse für den Transport, da dieser auf der MS Joliba im Einsatz war und ein zweiter Lotse Urlaub macht. Somit kam die einwöchige Zwangspause der MS Joliba dem Zeitplan des nordhessischen Unternehmens entgegen.

Wenn alles glatt läuft mit dem Transport über die Straße vom Werk Hessisch Lichtenau nach Hann. Münden, sind die beiden jeweils 65 Tonnen schweren Teile in der vergangenen Nacht an der Weserumschlagstelle ankommen, sagte Prokurist Kraus. Heute Morgen würden die Teile, es handelt sich um Traversenringe für ein Wasserkraftwerk in der Türkei, dann auf die MS Joliba verladen. Richter sei auf den Transportweg Weser angewiesen, so Kraus, da sie die sieben Meter breiten Traversenringe mit Lkw nicht in den Rotterdamer Hafen hätten transportieren können. Baustellen unterwegs hätten das unmöglich gemacht. (kri)

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