Bürger aus sechs Gemeinden wollen zum Prozess nach Leipzig

Herwig: Klage soll die A 44 unnötig verteuern

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Klaus Herwig

Hessisch Lichtenau. Der Bürgermeister von Hessisch Lichtenau hat scharfe Kritik an der Naturschutzorganisation BUND geübt, die gegen den Bau des Autobahnabschnittes zwischen Oetmannshausen und Bischhausen klagt. „Die Klage dient nur dazu, den Bau zu verzögern und möglichst teuer zu machen“, sagte Herwig im Interview mit der Werra-Rundschau.

Als mögliche Konsequenz befürchtet er, dass die Strecke durch den Ringgau aus Kostengründen überhaupt nicht mehr gebaut werde. „Das wäre eine Katastrophe für das gesamte Projekt“, so der Bürgermeister. Schon jetzt unterläge der Kreis der Gefahr, dass alle wirtschaftlichen Entwicklungen, die eine durchgehende A 44 voraussetzen, an der Region vorbeigingen.

„Ein Großteil der Bürger im Werra-Meißner-Kreis befürwortet das Autobahn-Projekt“, sagt Herwig. Um ein Zeichen für den zügigen Weiterbau zu setzen, haben er und die Bürgermeister von Waldkappel, Wehretal, Sontra, Ringgau und Herleshausen ihre Bürger aufgerufen, den Prozess vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zu besuchen, das für den 13. und 14. März angesetzt ist.

Enttäuscht zeigte sich Herwig darüber, dass die Autobahn voraussichtlich erst im Jahr 2020 fertiggestellt sein soll. „Aber aus meiner Kenntnis vor Ort war mir klar, dass der ursprünglich vom damaligen Verkehrsminister Dieter Posch genannte Termin 2015 nicht einzuhalten ist“, sagte Herwig.

Für Hessisch Lichtenau sieht er, dass mit der Freigabe des nächsten Teilstückes nördlich der Stadt ein „bei uns ein völlig neues Lebensgefühl“ entsteht. „Der Durchgangsverkehr fällt mit einem Schlag weg. Heli könnte das Quartier für großstadtmüde Kasseler werden.“

Von Dieter Salzmann

Ein ausführliches Interview mit Jürgem Herwig lesen Sie in der Montagsausgabe der Werra-Rundschau.

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