Testfahrt mit langem Lkw zur A7 verläuft weitgehend reibungslos

Gigaliner rollt ohne Probleme durch Witzenhausen

Witzenhausen. Ohne Probleme ist am Dienstagmorgen die Testfahrt mit einem so genannten Gigaliner von Witzenhausen nach Hedemünden zur Autobahn 7 verlaufen.

Der 25,25 Meter lange Lastwagen startete vom Werk des Hygieneartikel-Herstellers SCA und passierte auch neuralgische Punkte wie den Kreisel in Witzenhausen weitgehend reibungslos. Es war der erste Testlauf eines extra langen Lkw in Nordhessen.

Bürgermeisterin Angela Fischer, die den Testlauf mit Mitarbeitern von Kreis und Stadt beobachtete, zeigte sich "beeindruckt". Ursprüngliche Bedenken der Stadt, wie enge Straßen gemeistert werden, hätten sich nicht bestätigt.

Der extra lange Lastwagen der Spedition Krone fuhr gegen 10 Uhr vom SCA-Werk an der Kasseler Landstraße zur Auffahrt Hedemünden. Von dort ging es auf der selben Strecke über die B80 und B27 über Wendershausen zurück.

Ab wann und wie regelmäßig SCA künftig Gigaliner einsetzt, stehe nicht fest. Auch auf dem Werksgelände werde noch getestet, wie sich das 25,25 Meter lange Gefährt bewährt, sagte Michael Knobloch, SCA-Logistikleiter. Die weiteren Schritte würden eng mit den Stellen bei Stadt, Kreis und Land abgestimmt.

Witzenhausen ist das erste deutsche Werk, in dem der schwedische Konzern SCA Gigaliner testet. Weitere Probeläufe sollen folgen. Allerdings müssen diese auf jene Bundesländer beschränkt bleiben, die sich an dem bundesweiten Pilotversuch beteiligen. Derzeit sind das Hessen, Niedersachsen, Bayern, Thüringen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg.

Fotos von der Testfahrt

Hygieneartikel-Hersteller testet Gigaliner-Lkw

SCA erhofft sich durch die Gigaliner Kostenersparnisse, weil insgesamt weniger Lkw fahren. Theoretisch ließe sich jede dritte Fahrt eines Normal-Lkw sparen. Die bisher schon gesetzlich vorgeschriebene Gewichtsgrenze von 40 Tonnen werde nicht überschritten. (clm)

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