Entscheidung über Abriss der Drogerie Weymar soll erst im November fallen

Ideen für den Marktplatz

So könnte der Marktplatz aussehen: Rechts und links vom Brunnen sollen Pavillons aufgestellt werden, die für einen dreidimensionalen Effekt sorgen. Die beiden Pavillions sollen auf Höhe der Fassadenflucht der ehemaligen Drogerie Weymar und dem Gebäude daneben mit einem Wandelgang verbunden werden, der in einer dem Stadtkern angepasten historischen Optik gebaut werden soll. Der Platz für den großen Weihnachtsbaum in der Mitte des Brunnenplatzes würde dadurch erhalten bleiben. Illustration: Böse-Vetter/nh 

Großalmerode. Noch immer gibt es keine Entscheidung, ob und wann die Drogerie Weymar in Großalmerode nun abgerissen werden soll. Immerhin konnte sich das Parlament am Dienstagabend aber darauf einigen, dass diese Entscheidung noch in diesem Jahr fallen soll. Nämlich während der nächsten Sitzung am 19. November.

„Wir brauchen dringend ein Gestaltungskonzept für den Marktplatz 2 und 4, weil das Grundstück verkauft wurde und der Abrissantrag schon im August gestellt wurde“, sagte Bürgermeister Andreas Nickel (SPD). Edeka-Inhaber Peter Hose, hatte das Grundstück Marktplatz 2 und 4 im Sommer gekauft, um dort einen Kunden-Parkplatz zu errichten (wir berichteten).

Bei der Stadtverordnetensitzung im Dorfgemeinschaftshaus in Rommerode stellte Nickel drei Gestaltungskonzepte vor, die bereits im Haupt- und Finanzausschuss (HFA) diskutiert wurden.

Die Entwürfe wurden von Planer Helmut Böse-Vetter aus Kassel auf Basis der Ideen des Workshops der AG Marktplatz-West erstellt. Mitglieder der AG sind neben Peter Hose, Inhaber des Edeka-Marktes am Marktplatz, und dessen Geschäftsführer Tobias Brandl, auch Stadtverordnetenvorsteher Kurt Studenroth (SPD), Erster Stadtrat Manfred Herrmann (SPD), die Städträte Georg Gundelach (CDU) und Gerhard Telschow (SPD), Stadtverordneter Egon Marbach (FW), Bürgermeister Andreas Nickel und Hauptamtsleiter Günter Raabe.

Ziel der AG war es, ein stimmiges und dem Stadtbild entsprechendes Gestaltungskonzept zu entwickeln. Dies ist laut Nickel auch gelungen. Die AG habe sich darauf geeinigt, hinter dem Brunnenplatz, auf Höhe der Fassadenflucht der beiden Abbruchhäuser (Drogerie Weymar) einen überdachten, lang gezogenen Wandelgang mit Fachwerkstilelementen zu planen. Dabei sollten historische Baustoffe verwendet werden. Auf dieser Grundlage hatte der von Hose und Brandl beauftragte Planer Böse-Vetter Anfang Oktober drei Gestaltungskonzepte vorgelegt. Nun gilt es zu entscheiden, welche Variante realisiert werden soll. Der HFA präferiert bereits eine Variante (siehe Bild), soll bis zur kommenden Sitzung aber noch einmal ausführlich darüber beraten. Während die CDU und die FW für den sofortigen Abriss der Gebäude stimmten, entschied sich die SPD-Fraktion gegen eine endgültige Entscheidung für ein Gestaltungskonzept und den Abriss. Laut Mehrheitsbeschluss fällt die abschließende Entscheidung also erst in gut vier Wochen.

Von Alia Shuhaiber

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