Siegfried Finkhäuser fühlt sich beim Thema Alters- und Amtszeitbegrenzung missverstanden

„Junge Sportler fehlen leider“

Sportkreisvorsitzender Siegfried Finkhäuser.

Bad Sooden-Allendorf. Der Sportkreisvorsitzende machte im Gespräch mit der WR deutlich, dass die erfahrenen, langjährig ehrenamtlich Tätigen gebraucht werden und Dankbarkeit für ihr Engagement verdienen.

„Es ist aber ein offenes Geheimnis, dass junge und begeisterte Sportler fehlen, die im Verein an herausragender Stelle Verantwortung übernehmen wollen“, so die Erklärung von Siegfried Finkhäuser. Diese jungen Menschen müssen, so der Sportkreischef, gefunden und angesprochen werden. Es sei nötig, sie von den Vorteilen einer Vorstandstätigkeit in einem Sportverein zu überzeugen. „Das darf aber kein Überreden sein. Sie zu gewinnen, das wird unser aller Aufgabe in der Zukunft sein, im Sportkreis, in den Verbänden, aber hauptsächlich in den Vereinen“, konstatiert Finkhäuser.

Wenn diese gemeinsame Herausforderung gelingt, dann ist es dem Funktionär um die Zukunft der Vereine im Werra-Meißner-Kreis nicht bange: „Dann können wir uns beruhigt neuen Aufgaben stellen“, fügte Finkhäuser hinzu.

Der Sportkreisvorsitzende bezog sich beim WR-Interview zur Altersbegrenzung auf einen Paragrafen, der in der Satzung des größten Fachverbandes der Welt, dem DFB, verankert ist. Dort heißt es: Die Wahl oder Berufung für ein Amt im Präsidium, Vorstand, in den Rechtsorganen oder Ausschüssen ist nur bis zur Vollendung des 70. Lebensjahres möglich. Und da die Amtsdauer drei Jahre beträgt, ist mit 73 Schluss.

„Der Vorschlag über eine Altersbegrenzung nachzudenken ist also keine Erfindung von mir. Ich gehe davon aus, dass es beim DFB gute Gründe dafür gibt“, verteidigt sich der Sportkreisvorsitzende. Siegfried Finkhäuser vertritt die Meinung, dass bei Bedarf über alle Dinge, die den organisierten Sport betreffen, das Gespräch gesucht werden muss. Er selbst, wie auch der Sportkreisvorstand stehen diesbezüglich zur Verfügung.

„Wenn es zu unterschiedlichen Einschätzungen und sportpolitischen Meinungen kommt, dann bin ich gerne bereit an Vorstandssitzungen teilzunehmen, um die Angelegenheiten in den Vereinen vor Ort zu klären oder dazu Stellung zu beziehen“, so das Angebot von Finkhäuser beim WR-Gespräch. (ht)

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