Zu kalt fürs Zelt: Unterkunft in Hessisch Lichtenau geräumt

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Wintereinbruch in der Zeltstadt: Für die Flüchtlinge ist hier zu kalt geworden. Deshalb wurden sie von Hessisch Lichtenau in andere winterfeste Quartiere verlegt.

Hessisch Lichtenau. Schnee und Kälte haben in der Flüchtlingszeltstadt in Hessisch Lichtenau für massive technische Probleme gesorgt. Ein Großteil der insgesamt 470 dort lebenden Asylbewerber sei deshalb am Dienstagvormittag mit Bussen abgeholt und auf andere Erstaufnahmeeinrichtungen (EAE) in Hessen, insbesondere Fulda, verteilt worden.

Das teilte der Pressesprecher des Regierungspräsidiums (RP) Kassel, Michael Conrad, auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Worin genau die technischen Schwierigkeiten bestanden, konnte Conrad nicht mit Sicherheit sagen. Vermutlich sei es aufgrund eines Problems mit den Wasserleitungen und der Heizung zu kalt geworden, um die Menschen weiterhin in Zelten unterzubringen.

Ob die Unterkunft auf dem Sportplatz in der Hopfelder Straße nun komplett geräumt und abgebaut wird, ließ Conrad vorerst offen. „Diese Frage hat für uns derzeit keine Priorität. Jetzt liegt es zunächst in unserer Verantwortung, die Leute schnell in wetterfeste Quartiere zu bringen. Und da das Senkefeld noch nicht fertig ist, müssen wir die Menschen anderweitig verteilen.“

Von einem Mitarbeiter war vor Ort zu erfahren, dass die meisten Menschen bereits abgeholt wurden.

Wann genau die große Unterkunft im Industriegebiet Senkefeld bezugsfertig sein wird, auch darauf gab das RP bislang keine Antwort. (kbr/nit)

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