Fünf Wochen lang: Wanderer entdecken Hessens schönste Flecken

Bis zu 20 Kilometer täglich

Wanderer treffen Symbolfiguren: Kristina Venus (von links), Annelise Meinl, eine unbenannte Begleitperson, Goldmarie (Celine Riegert), Frau Holle (Brigitte Jacobi), Knut Seibel, Pechmarie (Lena Logemann), Sarah Kempen, Jörg Parnet, Begleiter Willi Jacobi. Foto: Cortis

Bad Sooden-Allendorf. Es ist das vermutlich größte Wanderabenteuer auf deutschem Boden. 32 Tage lang sind fünf Wandersleute unterwegs, um Hessens schönste Flecken zu entdecken. In der dritten Auflage von „5 Wochen – 5 Trails“, veranstaltet von der Hessen-Agentur und einer Fachzeitschrift, machte das Quintett soeben Station in Bad Sooden-Allendorf.

Die fünf Teilnehmer müssen nicht nur allen Launen der Witterung trotzen, sondern auch gut bei Puste sein. Denn täglich legen sie bis zu zwanzig Kilometer zurück. Deshalb auch wurden sie in einem bundesweiten Casting auf Herz und Nieren geprüft und setzten sich am Ende gegen mehr als hundert Mitbewerber durch. Bis zum 1. Oktober können sie sich hautnah vom hohen Erlebniswert der hessischen Wanderwege überzeugen, die spannendsten und reizvollsten Seiten der unterschiedlichen Regionen kennen lernen und einen Eindruck gewinnen von den kulturellen Besonderheiten.

An der Veranstaltung, die von einem Filmteam begleitet wird und letztlich der touristischen Vermarktung in Wort und Bild dient, nimmt mit Knut Seibel (35) und Sarah Kempen (31) aus Altenstadt erstmals ein Paar teil. Weitere Teilnehmer sind Kristina Venus (47) aus Koblenz, Annelise Meinl (59) aus Eltville und Jörg Parnet aus Oberursel.

Odenwald, Lahntal, Rhön und Vogelsberg bereits hinter sich, wagte sich das Quintett in der Badestadt an den 15,3 Kilometer langen und mittelschweren Premiumwanderweg P 7 ran und erkundete den Söder Wald zwischen den Bruchteichen in Sooden und dem Joggelibrunnen bei Orferode. Auf dem viereinhalbstündigen Marsch, zum Teil steil bergauf, machten die Wanderer Bekanntschaft mit der historischen Wallanlage „Römerlager“, den „Hügelgräbern“ und der (neuen) Herwigeiche und genossen den herrlichen Panoramablick auf den Hohen Meißner.

Den Besuch der Wanderer hatte Karin Rühling von der örtlichen Tourist-Information glänzend vorbereitet. Ex-Bürgermeister Ronald Gundlach in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Hessischen Heilbäderverbandes hatte es sich nicht nehmen lassen, die Teilnehmer persönlich zu begrüßen, die zum Abendbrot nicht nur nordhessische Spezialitäten genießen, sondern auch in die Märchenwelt der Brüder Grimm eintauchen konnten. Klar, dass dazu auch die Symbolfiguren Frau Holle, Gold- und Pechmarie erschienen waren.

Noch einmal, nämlich am Samstag, 28. September, tauchen die Wanderer in der Kurstadt auf. Dann besteht für jedermann die Möglichkeit mitzuwandern auf dem Werra-Burgen-Steig von Schloss Rothestein nach Hitzelrode. Start ist um 9.30 Uhr auf dem Parkplatz des Geriatriezentrums Rhenanus. (zcc)

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