Kirchenkreise: Mehrheit stimmt für Fusion ab 2020

Stimmkarten in Grün (Eschwege) und Rosa (Witzenhausen): Dekan Dr. Martin Arnold (von links), Präses Ludger Arnold, Präses Ronald Gundlach und Dekanin Ulrike Laakmann. Foto: Cortis

Bad Sooden-Allendorf. Trotz unüberhörbarer Bedenken haben die Synodalen der Kirchenkreise Witzenhausen und Eschwege mit überwältigender Mehrheit ihren Willen bekundet, zum 1. Januar 2020 einen gemeinsamen Kirchenkreis zu bilden.

Nach getrennten Beratungen gab es am Mittwochabend in der Rhenanus-Schule unter den 144 Abstimmungsberechtigten nur drei Gegenstimmen bei wenigen Enthaltungen. Damit ist die Fusion so gut wie perfekt. Die endgültige Entscheidung zur Bildung eines „Evangelischen Kirchenkreises Werra-Meißner“ sollen die beiden Synoden spätestens im Frühjahr 2019 treffen.

„Wir müssen selbst entscheiden, sonst entscheiden andere für uns“, waren sich der Präses der Kreissynode Witzenhausen, Ronald Gundlach, und sein Eschweger Amtskollege Ludger Arnold einig und ließen damit durchblicken, dass die Landeskirche im Zuge der Strukturreform den Zusammenschluss auch selbst in die Hand nehmen könne.

Ein Ziel ist: Die Kirche soll möglichst im Dorf bleiben. Allerdings wurden auch deutliche Zweifel geäußert, ob das in jedem Einzelfall gelinge. Grund: Bei schwindender Mitgliederzahl und rückläufigen Einnahmen dürften auch Pfarrstellen wegfallen. Eine Steuerungsgruppe aus beiden Kirchenkreisvorständen soll jetzt den Fusionsprozess anpacken. Als eine „historische Entscheidung“ bezeichnete die seit fünf Jahren amtierende Dekanin Ulrike Laakmann (Witzenhausen) den späteren Beschluss der Synodalen aus den Kirchenkreisen Eschwege und Witzenhausen, zum Jahresanfang 2020 einen gemeinsamen Kirchenkreis zu bilden.

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