Awo-Kleiderkammer: Warmes wird gesucht

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Freuen sich über die gespendete Kleidung: Abdi Fatah Mohamed Ismail (Zweiter von links) sowie Mateo und seine Mutter Lumturi Rustemi (vorne) aus Albanien. Jeden Montag helfen Heidi Hein (von links), Karin Baier, Stefanie Vogelsänger, Heike Klaehn, Bärbel Länge, Martin Hochhuth und Bärbel Kroll in der Kleiderkammer.

Witzenhausen. Die Awo-Kleiderkammer benötigt Wintersachen und dringend weitere Helfer.

Häufig bringen Menschen Taschen und Koffer voller Jacken, Pullover und Hosen in die Kleiderkammer in die Awo-Geschäftsstelle in Witzenhausen. Jeden Montagvormittag kommen zwischen 20 und 25 Flüchtlinge, um sich Sachen auszusuchen. Fünf Ehrenamtliche helfen bei der Ausgabe, die Jüngste von ihnen ist 70 Jahre alt. „Wir bekommen von den Flüchtlingen ganz viel Dankbarkeit zurück“, freut sich Heidi Hein.

Seit April gibt es die Kleiderkammer. Damals hat sich um Martin Hochhuth, Pfarrer im Ruhestand, ein kleines Team von fünf Frauen zusammengeschlossen. „Angefangen haben wir mit einem kleinen Kämmerchen. Erst seit Anfang September stehen uns mehrere Räume zur Verfügung“, erklärt Bärbel Kroll. Sie ist eine der Ehrenamtlichen.

Kleine Männergrößen 

In der kälteren Jahreszeit wird vor allem warme Kleidung wie Winterjacken, Pullover und Hosen benötigt. Bei Schuhen seien vor allem die Größen 41 und 42 gefragt. Besonders kleine Männergrößen bis Größe 50 (Größe S und M) werden weiterhin benötigt, da die Flüchtlinge meist eine kleine, schmale Statur haben. Gesucht werden auch noch Jogginghosen, Sportsachen und -schuhe sowie Kinderwagen. Zudem freuen sich die Flüchtlinge über Geschirr, Besteck, Töpfe, Pfannen und warme Bettwäsche. Weitere Sommerkleidung könne wegen der räumlichen Enge nicht angenommen werden. „Die Leute sollen diese Kleidungsstücke lieber für das Frühjahr zurücklegen“, rät Kroll. Die Sachen, die nicht benötigt werden, werden an die große Awo-Kleidersammelstelle in Hundelshausen gegeben.

Abgabe über Hausmeister 

„Ich helfe seit fünf Wochen bei der Kleiderkammer mit. Ich hatte Sachen von meinen Kindern aussortiert und hier vorbeigebracht. Da habe ich spontan meine Hilfe angeboten“, sagt Stefanie Vogelsänger.

Jeden Montag sortiert sie zusammen mit drei weiteren Frauen von 11 bis 15 Uhr die gespendete Kleidung nach Größen. In dieser Zeit wird auch weitere Kleidung angenommen. Spenden werden aber auch die gesamte Woche über vom Hausmeister entgegen genommen. Die gespendete Kleidung sollte gewaschen und gut erhalten sein. Die Flüchtlinge freuen sich auch über modische Kleidung.

Neben weiteren Wintersachen benötigt die Kleiderkammer vor allem noch ehrenamtliche Helfer. „Es kommen so viele Sachen, die müssen alle sortiert werden. Wir kommen einfach nicht mehr nach“, sagt Kroll.

Helfer, die sich engagieren wollen, können sich an das Ehrenamtsbüro in Witzenhausen wenden: Tel. 01 51/23 68 21 96 (Kolja Braun) und Tel. 01 75/6 72 41 15 (Abdulkadir Yildiz).

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