Zum 650-jährigen Ortsjubiläum haben die Küchener einen Erinnerungsstein gesetzt

Koloss zum Gedenken

Fleißige Helfer: Carla Fink (von links), Friedhelm Zenke, Helmut Fink, Rainer Schaar, Volker Umbach, Karla Schaar, Jan Dittmeier und Stefan Dittmeier. Foto:  Röß

Küchen. Nach dem langen Winter sind es nur noch wenige Wochen bis zum 650-jährigen Ortsjubiläum im Hessisch Lichtenauer Stadtteil Küchen, sodass die Vorbereitungen jetzt auf Hochtouren laufen. Am Samstag wurde ein Erinnerungsstein gesetzt, der im Rahmen des Grenzganges am Pfingstsonntag enthüllt werden soll.

Mehrere Zentner wog der Stein, den Landwirt Stefan Dittmeier am Samstag mit seinem großen Schleppers aus dem Ort rund zwei Kilometer hoch in den Weißgrund transportierte, wo Ortsvorsteher Rainer Schaar und seine fleißigen Helfer an markanter Stelle bereits ein Loch für den Standort vorbereitet hatten. An Gurten hängend wurde der Koloss vorsichtig im Betonfundament in die richtige Position gebracht, bevor sich Helmut Fink als geschickter Pflasterer erwies und mit etwa zwei Dutzend Blausteinen vom alten Bahnhof aus Hasselbach rundum für zusätzliche Standfestigkeit sorgte.

Der Stein soll an die ehemalige Dorfstelle Weißner erinnern, die oberhalb von Küchen bereits im Jahre 1195 existiert hat, obwohl der Ort Küchen selbst erstmals 1363 urkundlich erwähnt worden ist.

Der Standort des Steins an der Wegespinne liegt in der Nähe der ehemaligen Kirche.

Dass die Arbeiten an der vom langen Winter total aufgeweichten Wegespinne überhaupt ausgeführt werden konnten, war nicht zuletzt auch der Unterstützung der Firma Marti von der A-44-Tunnel-Baustelle zu verdanken, die mit dem Radlader mehrere Schaufeln Kalkschotter angefahren hatte.

Bis zum Grenzgang am Pfingstsonntag soll auch ein Grenzstein oberhalb des Ortes am Töpfer aufgestellt werden, der beim etwa vier Kilometer langen Grenzgang über den Rettenberg an die alten Gemarkungsgrenzen ebenfalls angelaufen werden sollen.

Da die Küchener den Besuchern ihren Ort zum Jubiläum in bunter Pracht präsentieren wollen, sollen in einer nächsten Aktion die Blumenkästen an den Brücken gestrichen und bepflanzt werden. (zlr)

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