Kompostdecke soll gegen Fliegenschwärme helfen

Ermschwerd. Sollten die Fliegenschwärme, die die Bewohner des Witzenhäuser Stadtteils Ermschwerd mittlerweile im vierten Jahr während des Sommers plagen, tatsächlich von der 300 Meter entfernten Kompostierungsanlage am Burgberg kommen, dann zeichnet sich ab dem Frühjahr 2015 Entspannung ab.

Die Tage der Kompostanlage sind nämlich gezählt. Das deuteten Erster Kreisbeigeordneter Rainer Wallmann (Grüne) und Geschäftsführer Matthias Wenderoth vom Abfallzweckverband Werra-Meißner in einer von Bürgermeisterin Angela Fischer organisierten Info-Veranstaltung an.

Mit der 2015 anstehenden Neuordnung der Abfallwirtschaft im Landkreis stehen die Zeichen auf Verwertung von organischem Abfall in Vergärungsanlagen, um Biogas zu gewinnen. Eine solche Anlage werde kaum am Burgberg errichtet und sei ein geschlossenes System, aus dem keine Fliege herauskomme.

Doch bis 2015 wollen die Ermschwerder nicht warten. Sie erwarten schnelle Abhilfe, hatte gleich zu Beginn Ortsvorsteher Viktor Lapuchin deutlich gemacht. Das verstanden neben Wallmann und Wenderoth auch Betriebsleiter Thilo Roth von der die Anlage betreibenden Entsorgungsfirma Fehr und Baudirektor Maximilian Mägerlein vom Regierungspräsidium (RP) Kassel, zuständig für die Abfallwirtschaft. Die Firma Fehr will die Mieten aus frisch angeliefertem Bioabfall statt mit dem als zu grobporig erachteten Grünschnitt und Häckselgut mit einer stärkeren Schicht aus fertigem Feinkompost abdecken. Zu der von Wallmann als wirksamer empfohlenen Abdeckung mit einer Goretex-Membrane, die allerdings teurer und aufwändiger sei, äußerte sich Roth nicht. Das Regierungspräsidium sieht keinen konkreten Bedarf zur Einhausung der Anlage am Burgberg.

Von Stefan Forbert

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