Fanfaren- und Musikzug Frankershausen begeisterte

Konzert: Mischung gelang bestens

Zwei entzückende Schwäne: Lea und Larissa Schulze tanzten im Konzert des Fanfaren- und Musikzugs Frankershausen. Foto: Pujiula

Bad Sooden-Allendorf. Der Fanfaren- und Musikzug Frankershausen begeisterte das Publikum im Kultur- und Kongresszentrum.

Am Ende des regulären Konzerts (es sollten noch drei Zugaben folgen) nannte der Vorsitzende des Fanfaren- und Musikzugs Frankershausen, Dirk Schäfer, einige interessante Zahlen: 68 Musikerinnen und Musiker im Alter von elf bis 89 Jahren hatten beim traditionellen Winterkonzert an diesem Sonntagnachmittag im ausverkauften Kultur- und Kongresszentrum der Badestadt mitgespielt - und insgesamt 73 Stunden für das große Ereignis geübt - keine verlorene Zeit. Denn die Frankershäuser begeisterten wieder einmal das Publikum mit ihrem starken Auftreten.

Zwei Dirigenten führten die zwei Ensembles zu einem umjubelten Publikumserfolg: der mit leidenschaftlicher Gestik den Musikzug leitenden Otto Koppe und Edgar Mäurer, der den Fanfarenzug zu festlich schmetternden Interpretationen führte.

Das attraktive Programm, das nach einer kurzen Intrade mit „Land of Hope and Glory“ aus Elgars „Marches of Pomp and Circumstance“ prachtvoll begonnen hatte, umfasste Volkstümliches (überwiegend Böhmisches) und Modernes in einer ausgewogenen, bestens unterhaltenden Mischung - ein Musikfest in den ausgezeichneten Interpretationen der Frankershäuser, die kraftvoll und mit überbordender Freude spielten - eine bewunderungswürdige Gesamtleistung der Frauen und Männer, die in ihren schmucken Uniformen mit den „bundeswehrgrauen“ Jacken einen großartigen Anblick boten.

Neben der tollen Gesamtleistung glänzten auch einige Mitglieder mit mitreißenden Soli, etwa die Trompeter Jero Schäfer und Volker Schindewolf oder der Tenorhornist Udo Scharf, der einfühlsam die Melodie zu einem der Höhepunkte des Konzerts blies: einen zauberhaften „Schwanentanz“ mit den zwei entzückenden Schwänen Lea und Larissa Schulze, die mit ihrer grazilen Anmut das Publikum begeisterten. Und dies war nicht der einzige optische Höhepunkt des Konzerts - auch drei Paare holten mit ihren quirligen Rock ’n’ Roll-Tänzen die Atmosphäre der Fünfziger Jahre auf die Bühne des Kultur- und Kongresszentrums der Badestadt.

Eine Spaß machende, musikalisch voll gelungene Veranstaltung, die wie in den vergangenen Jahren mit viel Charme und einer Menge interessanter Informationen zu den einzelnen Stücken von Kerstin Saalfeld-Koppe souverän moderiert wurde.

Nach dem ohrenbetäubenden Schlussapplaus war klar, dass das Publikum noch keine Lust hatte wegzugehen. Und so gab es drei Zugaben: angefangen mit den „Alten Kameraden“ und endend mit dem gemeinsam gesungenen „O du fröhliche“.

Von Francisco Pujiula

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