Winterkonzert der Fanfaren- und Musikzuges im Kultur- und Kongresszentrum

Kurzweilig begeisternd

Die große Bühne des Kultur- und Kongresszentrums war gefüllt mit den starken Fanfaren- und Musikzügen: Gemeinsam mit dem Dirigenten Otto Koppe (Mitte) nahmen die Musiker die Ovationen des Publikums entgegen. Fotos: Pujiula

Bad Sooden-Allendorf. Über 75 hochmotivierte Musiker, zwei ausgezeichnete Dirigenten, ein attraktives Programm und eine charmante, souveräne Moderatorin: Das Winterkonzert des Fanfaren- und Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Frankershausen an diesem Samstag im ausverkauften Kultur- und Kongresszentrum der Badestadt konnte nur ein Erfolg werden. Und so war es auch.

Die vielen hundert Zuschauer, die an diesem ersten der drei geplanten Konzerte mit dabei waren, hatten viel Grund zur Freude und zum reichlichen Applaus. Denn wie die zwei Züge spielten, ob getrennt oder gemeinsam, war einfach eine Wucht.

Die zwei Dirigenten, Edgar Maurer für den Fanfaren- und Otto Koppe für den großen, über 50-köpfigen Musikzug, hatten ein anspruchvolles, abwechslungsreiches Programm vorbereitet, das nun von den Musikern, die in ihren bundeswehrgrauen Jacken ein imposantes Bild gaben, mit viel Engagement und spürbarer Musikfreude immer gut und manchmal brillant absolviert wurde. Herrlich festliche alte Märsche, einschließlich des Radetzky-Marsches, waren genauso vertreten wie zum Mitklatschen einladende Polkas und elektrisierende lateinamerikanische Stücke.

Das fast zweistündige Programm hatte auch schmetternd-sonore Fanfarenstücke, ein Queen-Medley und - wir sind schließlich noch im „Weltmeisterjahr“ - die von Steve Manegold gesungene Fussball-Homage „Auf uns“ zu bieten. Und gar solch ein Klassiker der Moderne wie Ravels „Bolero“ gab es zu hören. Eine zufriedenstellend gelöste Herausforderung für die Frankenhäuser. Und als eine kleine Trommlergruppe einen quirlig-feurigen Auftritt hatte, war die Begeisterung des Publikums grenzenlos.

Zugaben inklusive

Ein kurzweiliges, begeisterndes Programm, das von Kerstin Sallfeld-Koppe reizend moderiert wurde - mit Informationen zu den einzelnen Stücken und manchmal auch mit ironischem Humor: Die Profifußballer, sagte sie, müssen sich wohl überlegen, ob sie vor der Karriere erst den Führerschein machen.

Natürlich hatten die Zuschauer am Ende des „offiziellen“ Programms noch lange nicht genug und verlangten lauthals nach Zugaben, die von den spielfreudigen und gut gelaunten Musikanten auch gewährt wurden.

Von Francisco Pujiula

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