Kinder-Uni mit Nachwuchs-Ingenieuren

Die längste Brücke bauen

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Ein kleiner Bauingenieur: Das war auch Franz Kämmer bei der Kinder-Universität in Witzenhausen. 

Witzenhausen. Ganz aufmerksam hörten über 40 Kinder-Studenten von acht bis zwölf Jahren am Mittwoch bei der Abschlussveranstaltung der Kinder-Uni ihrem Professor zu.

Nachdem sie in der letzten Vorlesung vieles über den Brückenbau gelernt hatten, ging es an die Praxis. „Es geht darum, die längste Brücke zu bauen“, erklärte Professor Dr. Detlef Kuhl vom Fachbereich Bauingenieurswesen der Uni Kassel. Und schon legten die Kinder los. Es wurde experimentiert, ob die Hängebrücke oder eine Bogenbrücke die beste Lösung sei. „Wir haben das vorher alles gut berechnet“, sagte Franz Kämmer mit einem Blick auf sein Werk. Und doch stürzte die Brücke ein und ein neues Konzept musste her. „Die richtige Form zu finden ist sehr schwierig“, betonte Franz. Und so probierte er zusammen mit Leon Wadlinger noch so einige Varianten aus, um eine stabile Brücke zu bauen.

Das Projekt Kinder-Uni wurde von den Lokalen Bündnissen für Familien Werra-Meißner und Witzenhausen mit der Unterstützung der Sparkasse Werra-Meißner und der Industrie- und Handelskammer ins Leben gerufen.

Bei den Kindern sorgte das Konzept für Begeisterung. „Hier haben wir Spaß und lernen auch etwas dabei“, sagte die zehnjährige Amelie Grünfeld. Und der Spaß zahlte sich für sie aus. Zusammen mit der elfjährigen Laura Mengel baute sie die längste Brücke mit 39 Zentimetern Länge.

„Wir haben die Hoffnung, dass die Kinder auch als Erwachsene ein Interesse für das Bauingenieurwesen haben“, erklärte Professor Dr. Detlef Kuhl.

Doch sei das wichtigste, dass sie den Kindern an der Kinder-Uni Freude an der Bildung vermitteln, betont Kuhl. Und so werden aus einigen der kleinen Studenten vielleicht später einmal große Bauingenieure.(zdv)

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