Hans-Werner Ackermann Seniorenschachmeister

Die letzte Partie entschied Turnier

Sieger und Offizielle: Der Drittplatzierte Georg Haubt (vorne, von links), Hessenmeister Hans-Werner Ackermann, und Vizemeister Evgenij Piankov. Dahinter: Walter Rammenstein (von links), Thorsten Ostermeier, Michael Jung und Helmut Escher. Foto: Cortis

Bad Sooden-Allendorf. Hans-Werner Ackermann, der erstmals dabei war, heißt der neue hessische Seniorenschachmeister. Buchstäblich in letzter Minute setzte sich der Dortmunder bei der 9. offenen Meisterschaft im Rahmen des 25. Seniorenschachturniers in Bad Sooden-Allendorf gegen den Erfurter Dr. Bernd Baum durch, der im Fall eines eigenen Sieges selbst den Titel errungen hätte, mit der Niederlage aber auf Platz 10 abrutschte.

Vizemeister wurde der entthronte Titelverteidiger Evgenij Piankov (Ukraine) vor Georg Haubt (Oberursel), der zugleich den Pokal als bester hessischer Teilnehmer mit nach Hause nehmen konnte.

Mit am Ende 218 Teilnehmern aus allen Bundesländern, ferner aus Holland, Frankreich, Belgien, Griechenland und der Ukraine hatte das achttägige Jubiläumsturnier eine Rekordbeteiligung zu verzeichnen. 95 von ihnen hatten das 75. Lebensjahr bereits überschritten. In dieser Nestor-Gruppe siegte Heinz Liebert (Halle) vor Werner Szenetra (Berenbostel) und Joachim Just (Zeitz).

17 Frauen dabei

Als beste Schachspielerin unter den 17 Damen nahm Ilse Garms (Brandenburg) einen Pokal mit. Hessenmeister im Blitz-Schach (5 Minuten Bedenkzeit) wurde ebenfalls Hans-Werner Ackermann, der Evgenij Piankov und Dr. Bernd Baum auf die Plätze verwies. Beim Schnellschachturnier (15 Minuten Bedenkzet) hatte Evgenij Piankov die Nase vorn. Gottfried Schumacher (Bad Neuenahr) und Dr. Reinhard Zunker (Hofheim/Taunus) landeten auf den Plätzen zwei und drei.

Große Leistung

Bei der Siegerehrung am Sonntagnachmittag im Kultur- und Kongresszentrum sprach Bürgermeister Frank Hix von einer „großen Leistung“ und meinte damit nicht nur die denksportlichen Qualitäten der Spieler, sondern vor allem auch das ehrenamtliche Engagement des örtlichen Schachklubs, der mit Vorsitzendem Michael Jung an der Spitze wieder eine Menge Arbeit in die Organisation des Turniers gesteckt habe. Dabei konnte sich Jung auf die tatkräftige Unterstützung seiner Schachfreunde Walter Rammenstein, Frank Liebert, Eberhard Rubrock und Werner Winkler verlassen.

Für den musikalischen Auftakt hatte ein zwölfköpfiges Ensemble der Gruppe „Circle Runs“ aus Frankershausen gesorgt. (zcc)

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