Diakonische Einrichtung Lichtenau e.V. trennt sich von seinem Pflegedienst

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Zufrieden mit dem Ergebnis: kaufm. Vorstand Stefan David (von links), theologischer Vorstand Dieter Christian Peuckert, Hartmut Pletzer, Leiter der Reha- und Pflegeeinrichtungen bei Lichtenau e.V, Eva-Maria Mirtes, Leiterin Tagespflege und Pfarrerin Anja Peters, Vorsitzende des Vereins Häusliche Krankenpflege.

Hessisch Lichtenau/ Kassel. Die diakonische Einrichtung Lichtenau e.V. verkauft die Häusliche Krankenpflege an ihre eigene Tochter - die Ambulanten Dienste Nordhessen (ADN) in Kassel. Das teilte der theologische Vorstand Dieter Christian Peuckert am Donnerstag mit.

Für die Mitarbeiter der Häuslichen Krankenpflege wird sich durch den Verkauf nichts ändern: „Uns war wichtig, dass unsere Mitarbeiter zu den gleichen Lohnbedingungen weiter hier am Standort Hessisch Lichtenau arbeiten“, sagt Peuckert. Das bedeutet konkret, dass das Pflegepersonal auch künftig nach dem diakonischen Tarif entlohnt wird. Auch die Kunden sollen weiterhin dem gewohnten Standard entsprechend betreut werden.

In den vergangenen Monaten hatte es Gerüchte über eine mögliche Zerschlagung von Lichtenau e.V. gegeben, die auch Betreiber der Orthopädischen Klinik in Hessisch Lichtenau ist. Peuckert bestätigte nun, dass es in der Vergangenheit Gespräche sowohl mit anderen diakonischen Einrichtungen als auch örtlichen Dienstleistern gegeben habe.

„Wir wollten nicht von den Entwicklungen am Markt überholt werden und dann nicht mehr reagieren können“, argumentiert er. Um die Zukunftssicherheit des Pflegedienstes auch mittel- und langfristig zu gewährleisten, hätten sich die Gremien bei Lichtenau e.V. für die Herauslösung entschieden. Die ADN habe bereits ein Standbein in Hessisch Lichtenau und könne seinen Stützpunkt jetzt noch weiter stärken. „Wir haben die Häusliche Krankenpflege zum Buchwert verkauft und doch im Konzern gehalten. Dadurch sind wir konkurrenzfähig“ , sagt Peuckert. „Wir sehen in dem Verkauf eine zukunftsfähige Lösung“, bestätigt Pfarrerin Anja Peters, Vorsitzende des Vereins Häusliche Krankenpflege, aus dem der Pflegedienst vor 30 Jahren hervorgegangen ist.

Von Alia Shuhaiber

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