18-Jährige sucht Spender

Marike Burkhardt hilft in Pariser Wohngemeinschaft für Behinderte

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Bereit für Paris: Marike Burkhardt hält den Flyer des Friedensdienstes Kassel in der Hand und sucht jetzt Spender für ihren Freiwilligendienst in einer Wohngemeinschaft für Behinderte. Foto: Vorrath

Bad Sooden-Allendorf. Nachdem sie den Abschluss geschafft hatten, verbringen viele Abiturienten ein Jahr im Ausland. Nur wenige nutzen ihre Zeit dort wie es Marike Burkhardt aus Bad Sooden-Allendorf vorhat: Sie wird ein Jahr mit behinderten Menschen in einer Wohngemeinschaft in Paris leben.

Um ihren Freiwilligendienst beim Sozialen Friedensdienst Kassel finanzieren zu können, sucht die 18-Jährige Spender. Im September soll es losgehen.

„Mein Aufenthalt dort kostet 3000 Euro für das gesamte Jahr“, erklärt sie. In den Ferien hat die Schülerin der Rhenanus-Schule, die in ihrem Heimatort in der Kinder- und Hausaufgabenbetreuung engagiert ist, bereits eine Woche in der Pariser Wohngemeinschaft mitgearbeitet. „Das hat Spaß gemacht“, sagt Marike Burkhardt, die mehrfach Frankreich bereiste und von dem Land fasziniert ist.

Spenden für Marike Burkhardts Projekt beim Friedensdienst: 

Evangelische Kreditgenossenschaft Kassel

Betreff: Spende an den SFD (Marike Burkhardt, BLZ 520 604 10

Konto 100 004 464 oder BIC GENODEF1EK1, IBAN DE28 5206 0410 0100 0044 64

Ein Arbeitstag in den vier Wohngemeinschaften im Pariser Norden, die zu einem Projekt der Arche gehören, beginnt mit dem Frühstück. Vier Freiwilligendienstler und ein Betreuer der Arche helfen den behinderten Bewohnern, sich für die Arbeit fertigzumachen. Manche von ihnen müssen dann auch zu ihrem Arbeitsplatz gebracht werden. „Danach gehen wir für die Bewohner einkaufen und richten die Wohnung her“, erklärt Marike Burkhardt. Es ist eine 24-Stunden-Betreuung. Dafür leben die Freiwilligen mit in der Wohngemeinschaft. „Natürlich haben wir jeden Tag Pausen.“ Außerdem gibt es Urlaub, einen freien Abend in der Woche und ein freies Wochenende pro Monat.

Wenn die Bewohner gegen 17 Uhr wieder nach Hause kommen, bereiten die Freiwilligen das Abendessen vor. „Danach verbringen wir den Abend mit den Bewohnern mit Spielen und anderen Aktivitäten, wenn sie Lust haben.“

Die neuen Freiwilligen werden für alle Aufgaben von erfahrenen Kollegen eingelernt. Marike Burkhardt kann für ihren Freiwilligendienst die Erfahrungen aus Praktika in einem Altenheim und dem Klinikum Hoher Meißner nutzen. „Dort konnte ich bereits soziale Berufe kennenlernen.“ Nach dem Jahr in Paris möchte die Schülerin Logopädie studieren. Auch ihr Vater, der Bad Sooden-Allendorfer Psychotherapeut Volker Burkhardt, ihre Mutter Kirsten Burkhart sowie ihr jüngerer Bruder Florian unterstützen sie bei ihrem Projekt.

Von Jonathan Vorrath

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